Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281941
VON D1 
ZN FARBEN UND 
KÜINST EN 
an RÖMER. 
dann etwas Kieselstaub in ein Wolltüchlein und polire damit 
die Ecken, Welche du vorher auf der Tafel nicht bearbeiten 
konntest. Um dann den früheren Glanz ihm wieder zuverschaifen, 
bereite dir Oel von Nüssen und polire damit. Ferner musst du 
ihn mit gewächstem Tuche bestreichen, damit er glänze und 
die Benetzung verliere. 
XI. Wie der Krystall geschnitten wird.  Nimm den 
Krystall, wickle ihn in ein Linnenstüclt, das in dem Schweiss 
(das ist wohl Blut) einer Ziege getaucht wurde, umgib ihn 
dann sammt dem Linnen mit Kuhmist und so schneide ihn 
nach Belieben mit dem Messer, doch vorsichtig. Ist es geschehen, 
so lege ihn in kaltes Wasser. Dann richte ihn auf der Blei- 
platte her, mit Mehl und Kleie. 
XII. IWie der Stein [und der Zahn von Tlzieren] geglättet 
wird.  Nimm den Stein, der Emantes genannt wird, und nicht 
allzuhart sei, auch nicht geädert, sondern überaus flach und 
hell, gehe damit zur Mühle des Schmiedes und ebne ihn, WIC 
dir beliebt. Sobald es dir genug zu sein scheint, ebne ihn noch 
leicht auf einem Ziegel, dann noch einmal, auf dass er milder 
werde, mit dem Wetzstein; endlich auf der Bleiplatte, um ihn 
zu poliren. Ferner wieder auf Kuhleder, an der Seite, wo die 
Haare sitzen, welches aber völlig glatt und rein sein muss; auf 
diesem glätte ihn noch einmal und besser. Hierauf polire ihn 
von Neuem auf einem sehr geglätteten Holze, welches Zitter- 
pappel oder Pappel genannt wird, aufs beste und vielmals. Zahn 
von Thieren kannst du auf diese Weise poliren, undinicht nur 
Zahn, sondern auch Gold, wo immer du es angebracht hast, 
auf der Mauer oder am Holz oder auch auf Pergament. 
XIII. Von der Vergoldung [der Zizmblätteza]  Man 
bereitet die Vergoldung aus Quecksilber und Zinn, so dass 
drei Theile Quecksilber und vier vom Zinne sein. Nimm einen Strei- 
fen Zinn und überstreiche ihn zwei- bis dreimal sehr zart mit Fir- 
niss dann lasse ihn trocknen. Nimm nun Russ und Bier und ver- 
mische es, dann seihe es. Stelle es über Kohlen. Sobald es 
etwas siedet, lege (das Zinn") in die Schale mit dem Russ und
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.