Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281828
VON DEN FARBE 
2x1 UND KÜNSTEN DER RÖMER. 
Gefäss und verreibe sie solange, bis sie ganz wie Staub wurde. 
Nimm nun Wasser und mische es hinzu, seihe es dann durch 
ein anderes Gefäss und lasse es bis zum andern Tag stehen. 
Das Wasser giesse weg. Hierauf nimm von jenem festen Rest 
und mische ihn mit anderer Erde ohne allen Sand, zu zwei 
Dritteln die obgenannte starke Töpfererde. Sodann zerreibe sie 
mit dem Hammer. Bilde nun welches Gefäss du willst. Nimm 
noch etwas von jenem Rückstand, den du sich setzen liessest, 
menge ihn mit Oel und bestreiche damit das Gefäss, welches 
du bildetest, überall vor dem Brennen. Stelle es darauf an 
einen versteckten Ort, bis es völlig ausgetrocknet ist und wo 
der Wind nicht dagegen blasen kann. Willst du es aber mit 
Glasur versehen, so nimm Kornmehl, lasse es in einem Topfe 
sieden, dann aber auskühlen und bestreiche nun mit diesem 
Wasser den ganzen Umfang des Gefässes. Hierauf nimm wohl 
zerschmolzenes Blei. Wenn du es aber grün machen willst, so 
nimm Kupfer oder Messing, welches das bessere ist, und habe 
das dem Blei beigemischt. Nimm das Blei und schmelze es 
aufs beste in einem Gefässe. Sobald es völlig flüssig geworden, 
so rühre es ringsherum mit deinen Händen im Gefäss, bis es 
Pulver ist und menge so 6 Theile Messingfeilspäine hinzu. 
Wie also der Topf mit jenem Mehlwasser befeuchtet ist, streue 
allsogleich das Blei  h. das erwähnte Pulver] darauf. Soll 
es jedoch gelb sein, so nimm reines Bleipulver und ohne Feil- 
späne. Dann stelle den Topf in ein grösseres Gefäss und 
schiebe es in den Ofen, um es glänzender und schöner zu 
machen, jedoch bei langsamem Feuer, auf dass es weder zu 
heftig noch zu schwach sei. 
IV. ltem jjur Bereitung 11011 irdenen Gefdssen, das ist 
Töpfergesrhirr, mit grrünenz Glase].  Rost und Pulver von 
Kupfer mahle mit hellem Glas,' bemale dann mit diesem das 
Gefäss wie oben und stelle es in den stark geheizten Ofen. 
Sodann hole es hervor und du hast eine köstliche Farbe. 
V. Wie und wann das Glas erfunden wurde.  Das 
Glas (vitrutn) hat seinen Namen, weil es, wie Isidor sagt, für
        

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