Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281766
VON 
DEN FARBEN UND KÜNSTEN 
DER RÖMER. 
XVII. 
Von einer grünen Farbe; wie sie gemacht werden 
kann, auf dass du damit jegliches malest. 
Auf folgende Weise, oMaler, kannst du eine grüne Farbe 
erhalten. Vermale mit den Blättern der Morella weisse Kreide 
und zerreibe dies gleichmässig auf dem Marmorstein, bis beides 
Hüssig geworden ist, um mit der Feder gebraucht werden zu 
können. Dann fasse diesen Saft, um zu probiren, mit dem Pinsel 
auf, du kannst mit dieser Farbe alle beliebigen Schriftarten 
ausführen; nur sieh dich vor, nicht zu viel Kreide hinzuzuthun. 
XVIII. 
Wie die {um Bemalen irdener Geschirre dienende 
grüne Glasjkzrbe gemacht werden soll. 
Durch folgenden Vorgang offenbart sich die Wirkung des 
kostbaren Glases: nimm im Feuer gebrannten Schwefel und 
Kupferasche, dann vermenge glänzendes Glas mit denselben, 
welche vorher zu Pulver gemacht worden seien. Lasse alles nur 
allein durch Gummi flüssig werden und schiebe das damit 
bemalte Gefäss ins Feuer. Die Malerei gewinnt eine grüne 
Farbe, sobald sich aussen das Gefäss zu röthen beginnt. 
XIX. 
Von 
weisser 
Glasfarbe {um 
gejässen. 
Bemalen 
D071 
Thon- 
Weissem Glas wirst du so die zu Malereien gehörige 
Dünne verleihen: zerreibe das glänzende, mit Schwefel gemengte 
Glas; dann, wenn sie gleich vernlahlen sind, schier wie Staub, 
dann bemale damit das Aeussere des irdenen dicken Gefässes. 
Hierauf stelle es in den Ofen, um es an der Flamme zu 
brennen. Beginnt es roth zu werden und die Bemalung besitzt
        

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