Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281669
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VON DEN FARBEN UND KÜNSTEN DER RÖMER. 
Stadt inne hatten, schmückten ihre goldstrahlenden Gewänder 
mit Edelsteinen. Unter ihnen ragt Aurelianus hervor, Welcher 
eigene Kleider aus Gemmen und Gold zusammensetzte. 
VII. 
Von 
der 
Goldschrifl. 
Wer eine schöne Kunstschritit sich anzueignen Wünscht, 
eine goldene nämlich, der lese was ich hier in schlichten 
Versen verkünde. Er soll das Gold mit Lingeniischtem Weine 
naahlen, bis es Elberaus fein gelöst ist. Darauf schlämme er 
es öfters, denn die Weisse des Buchblattes verlangt dies. S0- 
dann mache er es mit einer Feuchtigkeit vom Ochsen, [der 
Galle, Hüssig, oder nach Belieben mit der Ausschwitzungj 
Gummi genannt. Und ich bitte ihn zugleich, die Goldfarbe um- 
zurülircn, wenn er sie mit dem Rohre autfasst, falls er schön 
zu schreiben wünscht. Sobald die Schrift aufgetroclänet ist, 
mache er sie mit dem Zahn des wilden Bären glänzend. 
VIII. 
Vom 
Epheu 
und 
Lack. 
Die Kraft des Epheus ist gar dienlich zu unserem Vor- 
haben. Sein Laub erachteten die Alten als ein Zeichen des 
Preises, es bildete die Krone des Dichters. Im frühen Lenz, 
wenn alles mit frischen Säften lustig dasteht und den Bäumen 
ihr Saft wiederkehrt, nachdem der Frost die Kräfte des 
Wachsthtims zurückgehalten hatte, dann versucht man den 
Epheu auf diese Weise. Die Zweige, mit einem Pfriem an
        

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