Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281559
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mehrere gleichfalls schon vom Osten beeinflusst erscheinen. Das 
Interesse, welches "Heraclius", nämlich Buch Iundll, gewährt, 
ist also vom allgemein kunsthistorischen Standpunkt mehr ein 
negatives als ein positives, er gestattet uns Einblick in den 
grossen Verfall der Kunst in jener Periode und liefert doch 
dabei den Beweis, dass es immerdar die mechanisch-handwerk- 
liche Thätigkeit ist, welche sich über solche Klüfte als ver- 
mittelnde Brücke hinüberspalntit und das Bindeglied bildet 
zwischen vergangener und künftiger Grösse. Was da war an 
Kunstübung, so armselig sie gegen diejenige in andern Zeiten 
sich darstellt, hat der Verfasser zusammengetragen, voll vaguer 
Reminiscenzen einer geschwundenen Höhe, und nicht ohne leises 
Hoffen erneuten Aufschwungs,  das ist das Charakteristische 
der gesammten Epoche nach der Karolingischen Aera, das erste 
schüchterne 
Ahnen 
eines 
kommenden 
Frühlings! 
Der Inhalt des jüngeren, dritten Buches wurde oben bereits 
angezeigt. Die andern zwei älteren Theile geben über viererlei 
Techniken Unterweisung: Schrift und Miniaturmalerei, Glasiren 
von Thongefässen, Arbeiten in Glas, Krystall, Edelsteinen und 
Glasfilüssen, Vergolden .v0n Elfenbein und Kupfer. Die erste 
theilt sich in diese Unterabtheilungen: Farben aus PHanzen zu 
bereiten, II, VIII, XVII; andere Farben XI, XV; Goldschrift 
VII; daran schliesst sich in VIII noch eine kurze Notiz über 
Färben der Thierfelle. Die zweite Kategorie besteht nur aus 
Recepten über Glasur: III, XVIIL-XXI. Die dritte handelt vom 
Schneiden des Glases IV, goldverzierten Glasgefässen V, Nach- 
ahmung der Gemmen inGlas XIV, "Schneiden des Krystalles XII, 
Schneiden und Poliren edler Steine VI, X. XIII. Die vierte endlich 
über Elfenbeinvergoldung in IX, von solcher des Kupfers in XVI. 
Die vorliegende Ausgabe enthält den Text sammt Ver- 
zeichnung der Varianten nach der Publication von Mrs.Merrif1e1d. 
Indern die Ansichten dieser Autorin über die Zeit und den 
Verfasser 
der 
beiden 
CTSICII 
Theile 
äusserst 
unkritisch 
sind,
        

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