Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281549
XXII 
eine wohl darauf beruhende französische Incunabel, Le Lapidaire, 
a frangois, compose par rnessire Iehan de Mandeville, chevalier, 
beide abgedruckt in der Londoner Archeologia XXX., pag. 449 
und 454.. Hier sehen wir den classischen mythologischen Dar- 
stellungen wunderbare Wirkung auf denjenigen, der die Intaglien 
im Ring trägt, zugeschrieben. Ein Stein mit Pegasus oder 
Bellerophon gibt Kriegermuth, eine Andromeda eheliches Glück 
also wieder Stein-Ross  Weib! Die Sirene Unsichtbarkeit, 
ein Jupiter Ammon macht beliebt bei allen Leuten, Orion 
verleiht Sieg, Perseus mit dem Gorgoneion schirmt vor Blitz, 
Unwetter 
und 
allen 
Dämonen. 
Durch 
diesen 
Umstand, 
nämlich 
dass 
auch 
die 
Künstler- 
arbeit, 
nicht 
bloss 
die 
Fähigkeit 
des 
Steinkenners 
magisch- 
wirkend schien, ist es um so einleuchtender, dass man unsern 
Schriftsteller, der sich als Steinschneider, als solcher Künstler 
also, nicht bloss als Kenner ihrer Stofflichkeit im Buche zeigt, 
(wenn auch die Recepte zu keiner bedeutenden wirklichen 
Ausübung der Sculptur genügen), mit jenem Wundermanne 
Heraclius 
identificirte. 
Ich 
hoffe 
den 
Anmerkungen 
alles 
ZU 
bezeichnen, 
WHS 
für Kunstgeschichte und 
und dabei in die Details 
Geschichte der Technik Interesse hat 
einzugehen. Für die moderne Praxis 
wird wohl schwerlich daraus Gewinn zu ziehen sein, die 
Recepte sind unbestimint und unpräcis in ihren Angaben. Der 
Werth dieser alten Schrift ist ein rein historischer; dieselbe 
beleuchtet eine Zeit, von deren Kunstleben nur spärliche, dunkle 
Nachrichten vorhanden sind; sie beschäftigt sich nicht mit der 
sogenannten grossen Kunst, vielleicht weil damals ja in der 
Architectur und Sculptur gar nichts geleistet, die den Fresken- 
schmuck ersetzende Mosaikentechnik wohl nur von Byzantinern, 
auch in Italien, geübt wurde. Unser Autor, der Römer, weiss 
uns daher über R0m's Künste sprechend nichts anderes, als 
einige 
Handwerkstechniken 
mitzutheilen , 
denen 
übrigens
        

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