Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281424
scheidend. Schon um 630 entstanden in Sta. Agnese 
mura byzantinische Mosaiken, noch charakteristischer 
fuori 1a 
im Styl 
und in der schleuderhaften Technik, dann die vom Oratorium 
di S. Venanzio im Lateran (640-642), in S. Stefano rotondo 
am Coelius (642-649), in Pietro in vincoli, Giorgio in velabro. 
Der Verfall ist aber so allgemein und mächtig, dass selbst diese 
fremde Kunst arm, roh und in der Ausführung liederlich in 
dem ganz versunkenen Rom zu werden bestimmt ist, welche 
daheim in Byzanz eben noch der höchsten Blüthe sich freut. 
Die byzantinischen Techniken bei Heraclius finden aber genügende 
Erklärung, wenn wir uns erinnern, dass während des Bilder- 
streites schon ganze Schaaren griechischer Künstler nach Rom 
flüchteten; um 994, also eben in der Zeit, in welcher das Buch des 
"Heraclius" entstanden zu sein scheint, hatte Rom ein griechisches 
Kloster mit griechischen Mönchen. (Kreuser, Kirchenbau I. 4x3.) 
Damals lag alle Kunst arg clarnieder; Liutprand berichtet 
es (963), wo er von den Altären der Apostel spricht, auf die 
der Regen niederfiel (Hist. Ott. cap. 4), und als Leo VII. das 
Kloster des h. Paul neu erbauen wollte, berief er S. Odo aus 
dem fernen Cluny, 939 (Mabillon, annal. III, 524), weil sich 
heimische Künstler nicht vorfanden. Um so interessanter ist es, 
aus solcher Zeit ein Kunstbuch zu besitzen; es bietet Alles, was 
damals in Rom von Kunstarbeit geleistet wurde, wahre Bettel- 
armuth : etwas 
Ausschmückung 
Miniaturmalerei, die Byzanz geschenkt hatte, 
von Glasschalen und Töpferei aus derselben 
Quelle, 
das 
ist_ 
Alles. 
Weder 
Architektur, 
noch 
Plastik, 
noch 
grosse 
Malerei  
4') Wenn sich nun diesen bestimmten Zeichen einer römischen Abkunft 
des Verfassers gegenüber das deutsche Wort uso (Hausen) findet (in I, IX), 
dasselbe, welches bei Theophilus als huso erscheint und dort mit Recht zum 
Beweise angeführt wird, dass dieser Autor ein Deutscher gewesen sei, so 
kann es hier als vereinzeltes Moment unter lauter sicheren Belegen für seine 
italische Abstammung so wenig etwas beweisen, als es umgekehrt dort Kraft
        

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