Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283223
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EXCURS ÜBER DIE ÖLMALEREI. 
Oelmalens wurde, denn auf Giotto folgten keine Jahrhunderte, 
die an den Firnissen und Farbentöpfchen des Künstlers grösse- 
res Interesse fanden, als an den Weihegedanken des Genius in 
seinen Schöpfungen. In diesem Sinne möchten wir dem ganzen 
grossen Hader um die Eycläsche Erfindung Weniger Bedeutung 
beigelegt wissen. 
Hat sie denn, diese vielbesprochene Oeltechnik, so viel 
Preis und Liebe und Vertheidigung verdient? tritt sie nicht 
gleich allen bequemen, leichteren und gefälligeren Neuerungen 
auch schon gefolgt vom Verfalle in die Kunst ein? Im Norden 
führte sie auch zu keinem Heil. Italien aber hat sich gegen den 
zweiten nordischen, wie den frühern griechischen Einfluss ge- 
sträubt und die Fresco-Tempera-Malweise als ein heilig Erbe 
der Antike treu gewahrt und lange bevorzugt. Optimam par- 
tem elegit! Und noch einmal, bevor der Chaos des Verfalles, 
der Vasari, Tintoretto, Akademiker u. s. w. u. s. w. herein-- 
bricht, steht noch ein Genius auf, der letzte, der so in antikem 
Geiste denkt und weist die geleckte, geschniegelte Oelmalerei 
als „Kunst für Weiber" zurück  Michelangelo! 
Wien. 
Druck von Carl Fromme.
        

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