Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281388
nordischen Ursprung überhaupt weist Warancia hin (XXXII). 
Glassa (XLIV) u. A., IX, XXXII, XLVI und XLVII dagegen 
sind arabischem EinHuss zu danken. Die Erwähnung von Cor- 
d0uanleder(XXXII) beweist, dass das Buch nach der Eroberung 
des Stadt Cordova durch die Mauren (711), und zwar wohl erst 
lange Zeit später verfasst sein muss, da dieselbe erst allmälig 
ein genug mächtiger Mittelpunkt arabischen Handels und Kunst- 
Heisses werden konnte, auf dass von hier aus Fabrikate in weite 
Ferne verbreitet wurden. Ist somit die Grenze für die Annahme 
der frühesten Entstehung gewonnen, so lehren die Recepte über 
Oelfarben, über den echten Lapis lazuli und über Brasil, dass 
Theophil, Clavicula, St. Audemar und das Lucca-Ms. zu Grunde 
liegen, kurz lauter Quellen, Welche einerseits jünger sind als 
der eigentliche Text, die ersten Bücher des "Heraclius", anderer- 
seits aber eine sie selbst benutzende Bearbeitung in das I2. und 
I3. Jahrhundert herabrücken. Merrifield hält dafür, dass die 
Abfassung dieses letzten Theiles, welcher Potterie (I_IV, nach 
I, III H.) Glas, Glasflüsse und Steine (V-XII, nach I, IV, VI 
und X), Metallvergoldungen (XIII-XXIII), Oelrnalerei (XXIV  
XXIX), Temperamalerei (XXX-XXXII), Lederfärberei (XXXIII), 
Farbenbereitung, XXXIV-LVIII) behandelt, nach der im 12. Jahrh. 
entstandenen Clavicula und vor der Schedula des Theophilus 
geschrieben sei -was allerdings falsch ist (dennTheophil lebte im 
1 1.Jahrh. und der Umstand, dass angeblich jene CapitelinHeraclius 
gefunden werden, welche in allen Mss. des Theophilus fehlen, 
die drei Capitel seines II. Buches über Glasmalerfarben, bewiese 
nur, dass ebenso wie andere Capitel, von denen Merrilield es zugibt, 
auch diese aus Theophilus entnommen sind und nicht umgekehrt). 
Abgesehen hievon werden wir aber Merrifields Resume, das 
in Folgendem gegeben ist, als vollkommen richtig hinnehmen. 
"Heraclius" ist in der Eintheilung in drei Bücher, wie er 
uns vorliegt, ein Sammelwerk gleichwie Le Begue's spätere 
Arbeit, von der es selbst einen Theil bildet. Nur die beiden
        

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