Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1282748
142 
VON DEN FARBI 
EN UNI) KÜNSTEN 
DER RÖMER. 
zufällig entdeckt worden sei, als Bleiweiss, welches im Pyräus 
in Büchsen verladen wurde, durch die Glut gebrannt wurde. 
Zuerst habe es Nicias angewendet; das beste, aus Asien kom- 
mende, hiess Purpurea, in Rom machte man es aus dem mar- 
morartigen silis (Berggelb, Gelberde, vergl. Plin. XXXIII, 12, 
56 ff. Vitr. u. A.) mit Essig. 
XXXVIII. Steiner: Kunstbüchlein f. XI b, XX a; Watin 
29, Handmaid 112 ff. 
XLIV. In diesem Recepte sind verschiedene Angaben, wenn 
auch nicht kritisch genau, wiederholt und verwendet, welche 
sich im ersten Buch der Schedula des Theophil zerstreut lin- 
den. Das Wichtigste, nämlich die Anwendung des Firniss-Surro- 
gates glassa geht auf cap. (Ausg. Hendrie), die Bereitung des 
Saftes aus der Rinde auf cap. 29 (Ausg. Escallopier) zurück. 
Somit wäre denkbar, dass unter dem Meister R., nach dessen 
Recept die Bereitung des Auripetrum hier gezeigt wird, in der 
That Theophilgemeint sein könnte, dann in jenem Manuscripte 
seines Werkes, welches Morelli unter den Schätzen der Bibliothek 
Nani in Venedig erwähnt (aus dem 17. .Iahrh.i), erscheint Theo- 
philus mit dem Beinamen Rugerus. Vielleicht hat unsere Stelle hiefür 
bestätigende Kraft. Unter vesprum ist der Dornstrauch verstanden. 
XLV. In allen Handschriften steht silicia, dennoch stimme 
ich Merr. bei, welche mit flint übersetzt, also silice, von silex, 
annimmt. Silica, siliqua oder silicia, auch foenum Graecum, 
heisst eine Pflanze, Fönnkraut, Bockshorn bei Plin. XVIII, 16, 
39 und Col. II, 10, 33, Bock, Kräutt. f. 213. 
XLVI. f. Flüssigkeit wird der Borax hier immer genannt, 
weil beide Cap. ihn als Bestandtheil für das im XLVIII be- 
schriebene Niello schildern, zu dessen Bereitung er als ein Fluss 
hergestellt Wird.  
XLVIII. Vergl. Theoph. III, 28, 29, 32, dessen Angaben 
gleich denen der Exper. des Manuscriptes von Montpellier, 
Vasari's,l3iogr. Cel1ini's mit dem vorliegenden Recepte ganz 
übereinstimmen. In der Besprechung jener Stellen des Theoph. 
wird im Zusarnmenhange ausführlich über die Niellotechnik die 
Rede sein. "Zeichne mit dem Attramentum (Tinte, vergl. 
Theoph. I, 45) was du willst am Silber"  scil. und gravire 
die Zeichnung sodann aus.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.