Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1282712
AUTERUNG EN. 
139 
sächlich angehört. Cenn. kennt sie Eibrigens auch, nur aber 
in der Miniaturmalerei, nimmt ähnliche Ingredienzien und nennt 
sie Porporina. (Cap. 159 und N. p. 174, wo Parallelstellen 
verzeichnet sind.) Das bei Cenn. in den Noten genannte aurum 
musicum ist diese Mischung des Heraclius, nur dass auch von 
Ammoniak ein halbes Pfund und Schwefel dazukommt. Ueber 
mannigfache Vergoldungen, Blattgold- und Goldstaubvergol- 
dungen bie-tet reiche Belehrung das schon genannte Buch: Thc 
handmaid, I, p. 421-471. In den Kunstbüchlein des 16. Th. 
(Egenollf, Helmreich etc.) begegnet am hätihgsten diese Queck- 
silbervergoldung. 
XV-XVIII. Theoph. III, 68 erzählt, wie Messing vergol- 
det wird, es geschehe wie beim Silber und Kupfer, erfordere 
aber grössere Sorgfalt, längere Bearbeitung und dickeren Auf- 
trag des Goldes. Ist der Galmei dabei, der schlecht gereinigt 
und ausgekocht würde, so erscheinen weisse Flecken. Das Ver- 
golden des Silbers beschreibt er ib. 38, es geschieht mit Wein- 
stein, Salz, Quecksilber und gemahlenem Golde. In die warme 
Mischung taucht er das Silber. Diese Quecksilbergoldung be- 
steht darin, dass das Gold in Gesellschaft dieses flüssigen Kör- 
pers als Amalgam haften gemacht und jene dann durch Hitze 
verdampft wird, also das Gold allein zurückbleibt. Sie ist nun 
ausser Gebrauch und taugt nicht für zarte Vergoldung. Etwas 
Aehnliches, mit einer Lauge von Essig, Alaun und Salz hat 
schon Plin. XXXIII, 20. Cellini's Vorgang (Uebers. von J. Brink- 
mann) ist dem bei Theoph. sehr ähnlich, mit unserem Text 
stimmt einigermassen die Art, wie er es macht, einzelne 
Stellen des Metalls von der Vergoldung unberührt zu lassen. 
Die Recepte des 16. Jahrhunderts enthalten dasselbe, sonderbar 
ist eines, welches vorschreibt, Hechtsrogen und Ochsengalle als 
Färbemittel der Vergoldung anzuwenden. Die letzte Arbeit ist 
immer das Poliren mit der Kratzbürste oder dem Brunirsteine. 
Atramentum (XVI) ist der lateinische Name für römisches 
Vitriol, atramentum sutoriurn (Kupfersulphat) zu unterscheiden 
von dem atramentum unseres cap. LIII, welches eine Farbe von 
Russ bezeichnet (s.  Das Recept XVIII ist nur eine Parallele 
zu dem vorigen, denn alumen rotundum entspricht dem obigen 
Alaun. Sal gemmae, wovon Bol. 277--282 viel beibringt und
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.