Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1282577
ÄUTERTINGEN. 
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desselben Autors aber beschäftigen sich gleichfalls mit den 
Härtungen. III. 18 handelt von der Härtung der Feilen. Hier 
streut er Salz und Hornpulver über das heisse Eisen, gleich- 
falls wieder, weil daraus, sowie aus Fett, Kohlenstoff gewonnen 
wird. 19 ibid. nämlich wird Schweinefett dazu gebraucht. 20 
beschreibt die Härtung der Ciselireisen, ohne weitere Mittel 
als das Löschen in kaltem Wasser.  Bekanntlich schrieben 
die Griechen dem Glaukos von Chios diese Erfindung zu, 
welcher, in der Vorblüthezeit der hellenischen Kunst lebend, 
überhaupt als angeblicher Urheber vieler Hatipttechiuiken gilt. 
Uebrigens nennen schon die Sprüche Salomons XXVII, 17 ge- 
stähltes Eisen, was bei der grossen Fertigkeit der Orientalen 
in der Walifenindustrie nicht Wunder nehmen kann. Neuere 
Forschungen haben gezeigt, dass die Tretflichkeit ihres Stahles 
nicht nur von der soliden Bearbeitung, sondern auch von der 
Beimischung fremder Metalle herrührt. Ich kann bei der 
LIDÜDGFSCDDEITCI] Menge alter Notizen über diesen Gegenstand 
nur Einiges andeuten: Exper.  58 (Bocksblut, 
aus Heracliusi), 61, 62, 83, 84 (mit PHanzensiiften), 85 (Kalk 
und Eiweiss, aus Pliniusi), Le Begue 333 (aus Heracliust), 
Steiner Kunstbchl.  KWschul. I. 316 (Oel und Butter), 
ib. 323 Nr. 20-65  eine Fülle von Details, deren Benutzung 
wir hier dem Leser durch blosse Hinweisung eröffnen können. 
In Deutschland wurden die Eisenhärter eine eigene privilegirte 
lnnung, und zwar in der berühmten Werkstätte des Stahls, 
Solingen, 1401. (Klemm, Culturwiss. IX, 221.) 
XIV. Die Freude an bunten GlasHüssen begegnet so 
allgemein bei allen Völkern der ternsten Vergangenheit wie der 
unmittelbaren Gegenwart, in allen Weltthcilen und Zonen beider 
Hemisphären, dass eine historische Frage anlässlich unserer 
Stelle nothwendig die Gestalt einer ganz allgemeinen Frage 
erhalten müsste. Wie der Gegenstand selbst, ist auch diese 
Neigung ein Surrogat des Gefallens am Glanz des Edelsteins, 
also wohl so alt als irgend eine Sache, die wir vom Menschen 
wissen. Bei den Römern, um von einem der Zeit des Heraclius 
näher liegenden Punkt auszugehen, machte sie einen wichtigen 
Theil ihrer Glasindustrie aus, bevor diese aber durch Alexan- 
drinischen EinHuss etablirt worden War, vor Jahrhunderten
        

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