Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1282549
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VON 
FA RBl 
UND KÜNST 
RÖMER. 
Eisen oder Kupfer mit Diamantstaub geschliffen, polirt auf 
Kupfer mit Tripel. Harte, geschliffen auf Kupfer oder Messing, 
auch auf Zinn oder Blei, mit Tripel auf Zinn oder Kupfer 
polirt; so Topas, Spinell. Mittelharte, wie Smaragd, Beryll, 
Granat, Berglarystall, Achat und Amcthyst, schleift man auf 
Kupfer, Zinn und Blei mit Schmirgel, die Polirung gibt man 
auf Zinn mit Tripel. Nur kleinen Granaten genügt Sandstein 
mit Baumöl und Schmirgel, zur Polirung dann eine Holz- 
scheibc mit Tripel und Wasser. Bergkrystalle, von denen XII 
handelt, erhalten, sowie Amethyste, auf einer KLlpfCf- oder 
Bleischeibe den Schliff und werden mit einer Hlzbekleicleten 
Holzscheibe mit Zinnasche, Tripel oder Bolus polirt. Weiche 
Steine, Opal, "Fürkis, Lapis lazuli, schleift man mit Schmirgel 
auf Blei und gibt auf der I-Iolzscheibe mit Tripel oder Bims- 
stein den Glanz. Glasäüsse endlich (s. XIV) werden bloss mit 
der I-Iolzscheibc hergerichtet. (S. Kluge, Handbuch der Edel- 
steinkunde, Leipzig, 1860, p. 96-113.) Andere Polirmittcl sind 
Polirschiefer und Polirroth. KWschul. I, 255 nennt Jaspis, 
"Gagat" und Marmor (wie Hcraclitis), die an Wetzsteinen 
geschliffen sind , mit Schmirgcl.  Des I-Ieracl. Gernmcn 
erfordern ein sehr weiches Polirmalteriall. Bei Theoph. III, 108, 
ist unser Gesetz umschrieben. 
XI. Ueber Grünspan und seine Arten ist Cenn. N. zu 
cap. 56 ausführlich gesprochen. Hier sollen nur einige Recepte 
gesammelt werden, welche grüne Tinte zum Schreiben bereiten 
lehren. Salzgrün, wie hier, haben die Recepte: Theoph. III, 
100. Exper. 28, Aud. 153 (wo es heisst, die Mischung habe 
turpem colorem, wenn sie gelb werde. Wenn sie besonders 
schön sein soll, so nehme man Safran und koche ihn. Quando 
sed ventus suaviter Hat poncndus est). Alch. 295: ad faciendum 
literas viridis coloris etc. ist kein Spangrün, sondern Indigo 
oder Azur mit Auripigment gemischt. Le Begue 331, B01. 109, 
Pad. 69, 81 (per scrivire e miniare.) Pad. 35 und 84. nehmen 
Pflanzenstoffe von Solatrum hortense und Raute, Theoph. III. 
99 (morella). KWschul nennt eine grüne Tinte aus Holder- 
blüthe, eine andere von Grünspan, woselbst dann auch über 
blaue, gelbe und andere Tinten. Dass das im Text genannte 
Gefäss Kupfer ist, wie Merr. 194, n. erklärt, versteht sich von selbst.
        

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