Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1282514
"ERUNGI 
IIQ 
Eingang. Auch diese Nachricht, dass Dichter mit Epheu gekrönt 
wurden (vergl. Anth, VII, 707), hat unser Autor aus Plin. XVI, 
34, der Epheu heisst selbst poetica frons. Bock, I. c. fol. 285, a. 
Dichterwettkämpfe und Krönungen wurden seit dem 2. Jahr- 
hundert n. Chr. beliebt, erst in Neapel für griechische, dann 
in Rom für lateinische Poesie durch Nero, Domitian eifrig 
cultivirt. Später scheinen die Dichtcrkröntmgcn regelmässig alle 
vier Jahre stattgefunden zu haben, der Zudrang und die Be- 
geisterung war so gross und allgemein, dass das Mittelalter 
dieser Feste nicht vergessen konnte und eine Wiederaufnahme 
derselben zu Ende des 13. Jahrhunderts erfolgte. Friedländer, 
Darstellungen aus der Sittengeschichte Roms etc. III. pag. 
323 f.  Doctarum hederae praemia frontitlm, sagt JuvenalVII, 
129; und Persius, prol. 4. ut dignus venias hederis et imaginc 
macra. Die Pflanze heisst Hedera helix, zwvog, it. edera, ellera 
franz. lierre, engl. ivy, zu den Araliaceen geh., Vergil Idyll. 8, 
Theophr. III, 18, VI, II.  Nemnich's Polyglotten-Lexikon 
s. v. hedera berichtet, dass der harzige Saft nur im warmen 
Klima ausschwitzt; als man ihn in der I-Ieilkunde noch gebrauchte, 
war vorzugsweise die Levante der Bezugsort. Merr. p. 190, 11., 
bemerkt, dass der Saft beim Ausßiesseti nicht roth sei; sondern 
allmälig erst den Ton erlange. S. Cenn. 44. N., wioselbst Hin- 
weisungen auf ähnliche Farbenrecepte gegeben sind.  Parcia; 
Hendrie erklärt es (zu Theoph. III, 99) p. 442 für gleich 
phoenicia, dem wahrscheinlich mit Oster (s. III, LVI) gefärbten, 
tyrischen Roth, wofür dieser Epheulack Surrogat wäre. Indess 
dies erklärt das Wort nicht, welches ich vielmehr aus Parthicae 
entstanden glaube. Die Felle aus Parthien waren bei den 
Römern ein Handelsartikcl (Pauly, Realenc. V, 1208) und hatten 
rothe Färbung. Du Gange: Parthicae pelles, olim magno in 
pretio. Matth. Silvaticus: Fenutio, id est, pellis Parthica. Ex 
gcowtzriov, nom pelles Parthicae purpureae erant; ex iis liebant 
imperatorum calcei; was mit Hendrie's Ansicht vermittelt. Aus 
den übrigen Stellen bei Du Cange hebe ich noch kurz hervor: 
Parthica pellis habet, rubroque includit in ostro. Corrigia Partica. 
Vide Salmas. ad hist. Aug. et Not. ad Villhard. p. 308, 930. 
Die Verfertiger und Händler heissen Parthicarii, in leg. 2 cod. 
de excusat. muner. 10. 48. In Rom blühte die Zunft der
        

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