Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1282509
VON 
)F.N FARBEN 
KÜNSTEN 
DER 
RÖME 
VI. S. N. zu I, IV. Die Nachricht von Aurelian, der hier 
unter die „ersten Könige" Roms geräth, lautet bei Vopisc. 
Aurel. 281 „Damals gewann man jene Gewande, welche wir 
im Tempel der Sonne sehen, und die mit Edelsteinen bedeckt 
sind." Der 275 gestorbene Kaiser scheint hier, von einer dun- 
keln Kunde verherrlicht, dem Römer des elenden 10. Jahr- 
hunderts als eine Grösse der Vergangenheit vorzuschweben. 
Gewiss waren seine Triumphe über Zenobia und Tetricus mit 
ihrem Glanze, sowie die Befestigung der Stadt (Vop. 25) und 
sein Ehrentitel restitutor orbis (ib. 35, Eutrop. IX, 13-15) 
noch unvergessen.  Diesen Absatz wiederholt Theoph. III, 108. 
VII. Die Recepte unterscheiden in den Angaben für Gold- 
buchstaben und Goldschrift (ad faciendum litteras coloris auri 
und ad scribendum cum auro und iihnl.). Jenes betritTt die 
Capitalen und Verszeilen des Titels etc. in jedem künstlerisch 
ausgestatteten Manuscripte, dieses die seltene Goldschrift, Welche 
anfangs nur Urkunden und Buchschriften hervorragender Be- 
stimmung haben durften. Häufig bildete Goldschrift die Ueber- 
schritten etc., Silberschrift den Text. (Wattenbach l. c. p. 146 PI.) 
Luitprand I, 26 legt Kaiser Arnulf einige Verse in den Mund, 
welche eben für das Rom unseres Autors, des 10. Jahrhunderts, 
die fleissige Pflege der Goldschrift bezeugen. (Quibus studium 
Iulvo radiare metallo, Romulidae sueti vacuis quod co11dere 
scriptis.)  Die Technik bleibt für beide Anwendungen des 
Goldes dieselbe und kommt in mannigfachen Zusammensetzun- 
gen vor. Bald nimmt man Alaun, Weinstein, Grünspan und 
Salz, bald Honig, Salz und Gold oder Urin, Eigelb und Gold, 
oder Kreide, Ocker, Dotter und Gold oder die Mischung von 
Ammoniak und Quecksilber, gen. Porporina (s. Cenn. 159) 
und N.) etc. etc. Unser Recept hat Theoph. III, 97 wiederholt 
und Le Begue benützt, 336. Gummi nimmt auch Cenn. 160, 
Exper. 24, 25. Kunstb. Augsburg bei Mich. Manger 1581, fol. 
18ä22, KWschul. II, 451 etc. Siehe auch hier III, XLIII; 
Le Begue 310, 312, 320; Bol. 153, 158, 164, 168, welches 
bloss Recepte für Goldschrift sind.  Calamo vergl. Bol. 158 
u. Wattenb. p. 156 f. Die Feder nennt Isid. Orig. VI, 13 be- 
reits neben dem Rohre. Zahn des Löwen, vergl. Cenn. 135. 
VIII, bei Theoph. III, 99 wiederholt mit etwas verändertem
        

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