Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1282471
ÄUTERUNGEN. 
H5 
Nachricht über die drei Gattungen Schwefel (xweisser, schwarzer 
und gelber) bei Theoph. I, 36 und gute Citate aus Albertus M., 
Richardus Anglicus u. A. Zu unserer Stelle bemerkt er: „Eine 
Lmreine Mischung von Arsenikoxyd mit Zink oder Zinn mit 
weissem Glas gemengt, wird einen opaken Fluss bilden, ge- 
eignet, um Thonwaare zu bemalen." (S. Heracl. III, II.) 
Das Blau von II, XX, welches im Brennen zu schwarz 
sich verwandelt, mag wohl Kobalt sein; aus blauer (Kobalt) 
Farbe wird auch heute noch ein Schwarz gewonnen, indem 
man Manganesiumoxyd beifügt. (Brongniart, II, p. 586, Gentele, 
Lehrbuch im Potteriefache, Gehren 1856.) Der Verfasser hat 
seine Töpfe mit dem Firniss bestrichen (pingere), nicht darein- 
getaucht, wie es zuweilen noch vorkommt. Bleifreie Glasuren 
sind schwer schmelzbar und erst durch die modernen wissen- 
schaftlichen Bemühungen eines Fuchs und Chaptal für ordi- 
näres Thonzeug in völlig genügender Weise in Brauch ge- 
kommen. ChaptaPs Vorschlag beruht auf der Anwendung von 
Flintglas, d. i. aber ebenfalls bleihältiges Glas, die meisten 
übrigen Versuche von Fuchs, Fricke u. A., nehmen wenigstens 
Glas überhaupt, wie Heraclius. Diese Uebereinstimniung in dem 
einen wie im anderen Falle, sei es bleifrei oder nicht, ist be- 
merkenswerth, da sonst bei Bleiglasuren Glasstatib zu ordinä- 
rem Thonzeug nirgends in Gebrauch ist. Desgleichen sucht 
man in Recepten die letztere Art Gummi, den unser Autor 
verwendet, vergebens, nur in der Weise kommt er in Gebrauch, 
als seine Beimischung die Glasurschlempe verhindert, die Ar- 
beit durch zu rasches Absetzen ungleich werden zu lassen. 
(Knapp, Chem. Technol. I. p. 519.) Sonst aber dient Gummi, 
Öl oder Firniss dazu, die Farben auf den Thon festzumachen, 
wenn es sich nicht um das Einbrennen handelt. (Salvetat, über 
Decoration und Emaillage, herausgegeben vom österr. Museum. 
NVien I87I, p. I.) 
Vers I2, petulas. Verderbt wohl von petus, im mittalter- 
lichexm Latein: Topf, Gefäss, Becken oder dgl. S. Du Gange: 
petus inter utensilia ÖOIDCSÜCEI. recensetur in inventar. ex tabu- 
lar. compend. Et VII Peti cuprei, et unus ad abluendum manus, 
IV patellm. 

        

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