Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1282375
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RUNGEN. 
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additurqtie cretae bene tritae dimidium, cum altero dimidio 
aluminis. Subsidente colore aqua rejicitur, ipse siccatur, qui a 
nostris schuttgelb dici solet. De Mayerne p. 172. Nach anderen 
aber wäre die Farbe von der Kreuzdornbeere (rhamnus cathar- 
ticus) Schüttgelb.  Luteum, genista bei Thylesius. p. 317. 
Gelbveigelein, viola lutea, Fov zpöxsov bei Theophn, engl. 
wallüower, war ein wichtiges Gewächs für die hier erörterten 
Zwecke. Schon die Alten machten eine Farbe daraus, offenbar 
eine Leimfarbe, weil sie die tectores, Verputzarbeiter, statt des 
Ockers an Wänden gebrauchten, also war sie dauerhaft. Plin. 
XXXV, 6, nennt nämlich das Sil, Ocker, Berggelb, die bekannte 
erdige Farbe, und XXXIII, 12 drei Gattungen desselben: sil 
atticum, marmoricum und lidium seu scythicum. Das erste ist das 
berühmteste, aus den auch als Strafort bekannten Ockergruben 
der Athener gewonnen. Vitr. kennt jene Pllanzenfarbe als 
Surrogat, von dem er schreibt, VII, 14: Itaque tectores cum 
volunt sil atticum imitari, violam acidam coicientes in vas cum 
aqua, confervefaciunt ad ignem, deinde cum est temperatum 
coiciunt in linteum, et inde manibus exprinlentes recipiunt in 
mortaritinl aquam ex violis coloratarn, et eo cretaminfunclentes 
et eam terentes elficiunt silis attici colorem. Aus dieser Stelle 
sind mehrere mittelalterliche Berichte über dieselbe Sache her- 
vorgegangen, ein Zeugniss, dass die romanische Periode, so gut 
sie für die Architektur den Vitruv nützte (vergleiche z. B. das 
Schreiben an Vussinus bei Jarle, bibl., rer. Germ. IV, 478 oder 
Wigalois 7077 u. Af), seine Angaben auch in der Malerei wieder 
aufnahm. Der Name erscheint verschieden, tab. syn. 36 hat: 
Sillacetus color fit ex violis aridis decoctis, et expressa aqua, 
tritis super lapide cum creta alba, id est gersa (Gyps,it.gess0i). 
Ebenso ibid. 36 und Heracl. III, LV, wo es gar silvaticum 
heisst. Die viola lutea nennt Cic. Tusc. V, 26. Tab. syn. 29 
berichtet von zwei Arten vaccinium, deren erste eine Ericea 
uns hier nicht beschäftiget, reliqtia vero croceum colorem facit, 
nach Merr. ibid. n. 4 unser Gelbveiglein. Silacet aber passirt 
auch für eine blaue Farbe, tab. syn. 22, kommt in diesem 
Falle aber nicht vom Gelbveigel, sondern von der viola, Hos 
cujusdem herbae persus seu blavus, quo cum creta alba fit 
color blavus, et aliter cilacetus color dictus est. Die Uebertra-
        

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