Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1282351
RLÄUTERUNGEN. 
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gladiolo, engl. corntlag, sicil. spatulidda, Plin. XXI, 11. Das 
39. (echte F) cap. des I. Buches des Theoph. gebraucht es als 
Ersatz für Spanisch- (Kupfer) Grün, da dieses für Miniaturen 
nicht tauge. Des Alch. Ansicht wurde bereits mitgetheilt. (30h) 
Bol. 91 lehrt das aus dem Saft gewonnene Grün, lrisgreen, 
Liliengrun, verde giglio,verd d'Iris, als Tüchleinfarbe zu behan- 
deln. (Vergl. Merr. CCXIX), Secreti di Don Alessio II. p. 37, b; 
Pad. 1, 65, 86, 112. Joh. Scheffer in seinem Buch: Graphice, 
id est de arte pingendi, Norimbg. 1669, p. 177, schreibt, nach- 
dem er das Saftgrün abgehandelt hat: Longe praestantius, quod 
fit ex foliis gladioli contusis cum alumine, succoque expresso, 
et siccato in_sole, liliengrün appellant, estque nostra aetate 
demum inventum  adeo non cognitum veteribus, qui nc 
prioris quidem generis tenuerunt rationem, quantum ex ipsorum 
monumentis novimus. Der gen. Traite de la peint. bringt 
mehrere Recepte, von denen aber nur 4. etwa (p. 199 H.) der 
Einfachheit unseres Kunstbuches entsprechen. Das erste verlangt 
die stärkest blauen Blumen, Hammes gen., von denen wieder 
nur das Sarnmtartige brauchbar ist. Man stampft es im Mörser, 
bereitet es mit Alaun und arabischem Gummi, passirt und 
trocknet es. Mehr oder minder einfach sind die folgenden daselbst. 
Watin, l'art du peintre,doreur, vernisseur etc., Paris 1773, be- 
richtet p. 31: Le verd d'Iris est une espece de pate ou de 
fecule verte qu'on tire de la fleur bleue de Tiris; on ne s'en 
sert guere que pour la rniniature. ' 
d) Pavonazzofarbe, d. i. wohl ein Mittelton zwischen 
Orangeroth und Gelb (s. meine N. zu Cenn. 76; tab. syn. 
sagt: ditTert a croceo et citrino und Thyles. de col. libell. 
1537, p. 316: velut viola fiammea), lieferte Tausendschön, die 
Sammetblume auch Jüngling genannt, wegen des griechischen 
Namens Amaranthus (tricolor), oi-poipmzäog, unverblühbar. lt. 
Florarnor, Fiorvelluto (Matthiolo, new Kräuterbuch üb. von 
G. Handsch, Prag, 1563, p. 450), Plin. XXI, 8. Als Tüchlein- 
farbe, also für Miniaturtcchnik, sie zu bereiten lehrt das Recept 
Bol. 117, wo die Pflanze Gilosia heisst. 
e) Wichtig endlich sind gelbe vegetabilische Säfte von 
frischen Pflanzen; und voran steht der Wau, gelbes Färbekratit, 
gäl Ferbeblumen, I-Ieidenschmuck (Bock, l. c. f. 216, a), Reseda
        

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