Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1282349
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VON 
DEN FARBEN UNI) KÜNSTEN 
DER RÖMER. 
eigene Oelgehalt, wesswegen auch Salbei, Kohl und Lauch zu 
grünen Farben genommen wird (Theoph. I. 39 ed. Escall.) 
In diesen Fällen liefern sie aber keineFärbung (daher oben 
die Beimischung mit Spangrün angeordnet wurde), und sollen 
der Farbe nur lackartigen Glanz verleihen.  Nachtschatten, 
Morella, Solatrum nigrum seu hortense, dessen übrige Namen 
in der N. zu Cenn. 18 gesammelt stehen, w. s., arab. Hameb, 
griech. r-rpzJ-wq. Theophr. IX, 2; Dioscor. IX, 69. Schon in 
der N. zu Cenn. wurde bemerkt, dass diese Morella und 
Croton tinctoriurn, Tournesol, d. i. ebenfalls eine Morella, zu 
unterscheiden seien. (Montpellier  Es könnte nun wider- 
sprechend scheinen, dass Cennfs Morella, nach deren Ton er 
sein Papier violett färbt, identisch sein soll mit der Heracl. 
II. XVII. gen. Morella, deren Blätter mit Kreide verniahlen eine 
grüne, zu jeder Malerei taugliche Farbe liefern. Es ist nämlich zu 
wissen,was dort übergangen wurde, dass Salatrum nigrtim sowohl 
grüne, als violette und rothe Färbungen gibt. (Merr. CXC.) 
Vrgl. Theoph. III, Ioo; Tab. syn. 29. Le Begue 338, Bal.91, 
Pad. 35. Croton tinctoriuni liefert die (dunkelviolette) Farbe 
von den Samen, das Solatrtim von den Blättern. Dass aber 
nicht etwa das Papierfärbniittel Cennfs Croton war , geht aus 
der bei allen Autoren vorlindlichen Notiz hervor, dass dieses 
als Tüchleinfarbe gebraucht wurde. Noch eine dritte Pflanze, 
die Pastinakwtirzel, wird Morelle genannt. Bock, Kriiutterb. 
1580, f. 157. b.  Das Märzveilchen, Viola odorata, 5'011 pilav 
rcripgcupov, arab. SeneHige, it. viola mammola, liefert nach den 
Einen eine blaue, nach den Meisten aber eine grüne Farbe. 
Tab. syn. 29 lesen wir: herba viola dicta, cujus Hor persus 
seu blavus est, facit colorem blavum, si ipse fios misceatur 
cretae albae et tritae. Die andere Aussage vertritt z. B. Traite 
de la peinture en mignature etc. a la Haye, 1708. p. 202. 
Hier hcisst es, eine grosse Menge der Blätter gebe ein Grün, 
dunkler als das von der Iris; statt Kalkes kommen dazu zer- 
quetschtc grains d'Avignon und Alaun. Auch andere Pensees 
sind hiezu verwendbar.  Die wichtigste grüne Miniaturmziler- 
Farbe kommt von der Iris, Lilie, Schwertel, Siegwurz, Aller- 
mannsharnisch, Gladiolus conimunis, Äelpzov, Theophr. 6, 6, 9; 
arab. Aiesra, span. Lirio cardeno, franz. glaieul Hammb. it.
        

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