Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Heraclius, von den Farben und Künsten der Römer
Person:
Heraclius Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1281068
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1282332
ÄUTERUNG] 
Luceze herbae succus coloris caerulei est, et alibi dicitur quod 
viridissimus est. Merr. (ib. n. 2) erklärt hiezu: Herba Luzza, 
either the erba lizza, the Tragopogon pratense, yellow goat's 
beard, 01' the Erba lutea of Pliny, the Reseda luteola, dyer's 
weed, or weld und hält es demnach für Bocksbart oder gelbes 
Wau und an einem anderen Orte, pag. 708, n. 1, wird Erba lizza 
bloss Bocksbart genannt. Merr. hat aber in beiden Fällen über- 
sehen, dass der Text der Tab. einen grünen oder blauen Farbe- 
stofl meint, während jene beiden Pflanzen einen gelben liefern. 
Im dritten Buch des I-Ieracl., LV., ist Wieder die Rede von 
der herba quae litea appellatur, deren Saft efficit caeruleum, 
und hieraus mache man durch Mischung mit Gelb ein starkes 
Grün. Es ist also sicher eine blaue Farbe gemeint und Merr. 
irrt abermals, wenn sie hier (p. 251, n. 5), und zwar wieder 
gegen ihre Ansicht auf p. 708, den Wau verstanden haben 
Will. Die ganze Stelle ist zwar wörtlich aus Vitr. VII, 14 über- 
setzt, wo gelber Wau gemeint ist, weicht aber darin ab, dass 
litea (bei Vitr. lutea) hier ein Blau heisst (succum efficit 
caertiletim), während es dort das Blau zu Grün macht, also 
gelb ist. (S. sp. sub e.) Bei Vitr. ist es Wau; in III. LV aber, 
wenn die Variante nicht auf Irrthum beruht, wie gesagt, eine 
sonst nie vorkommende Pflanze, deren Saft blau färbt. 
c) Zahlreich sind grüne, vegetablische Farben. Exper. 45 
lehrt ein sehr schönes Grün zu bereiten, man nimmt dazu: 
herbam rutae, vel petroxellii, recentem, et ex ipsa trahe siccum. 
Diesen Saft verreibt man mit Kupfergrün gemischt, und gibt 
Essig, der mit Safran gefärbt ist, hinzu, ad scribendum. Das 
Erstere ist die Raute, Ruta graveolens, arab. Sadeb, irfnltxvov, 
Dioscor. III. 47, span. arruda, Valerius M., II. 28; Plin. IV, 
3, XIX, 8; XXIX, 8; Appulejtis 89. Alch. 801 kennt ebenfalls 
die Bereitung eines Grün aus Grünspan und Pflanzensäften, 
wobei jener der Raute dem von der sogleich zu nennenden 
Iris vorzuziehen sei. Pad. 1, 69, 84.  Petersil, Petroselinum 
sativum, arab. Charts, irsrpocrslzvov, Dioscor. III. 67, it. apio, 
span. perexil, ahd. eppich, engl. parsley; Theophr. II. 5, 
Colum. XII, 31. An keiner Stelle sonst findet sich etwas über 
die Verwendung dieser Gewächse zur Malerei; Ursache ist 
vielleicht der sowohl den Terebinthianeen als den Umbilliferen
        

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