Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aretino oder Dialog über Malerei
Person:
Dolce, Lodovico Eitelberger von Edelberg, Rudolf Cerri, Cajetan
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1398997
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1399947
64 
IIIUSS 
man, 
bemerkt, 
wie schon 
die Gewandung 
den Gebräuchen 
der 
verschiedenen 
Nationen 
und 
den 
gegebenen 
Verhältnissen 
so wird er 
aber nicht 
accomodiren. Malt der Künstler einen Apostel, 
nicht mit kurzen Gewändern, einen Heerführer 
ihn 
mit 
abbilden. 
die gleichsam herabhängende Aermeln haben, 
Kleidern, 
Was 
die Steife 
betrifft, 
SO 
ITIUSS 
der Maler 
deren Qualität 
wohl 
berücksichtigen; 
Weil Sammt 
andere Falten 
als Seidenzeug, 
fein 
geglättetes Linnen andere als rohe Leinwand 
sollen die Falten an den ihnen entsprechenden 
macht. 
Stellen 
Auch 
derart 
rangirt 
werden, 
dass 
sie 
die 
Vertiefung 
sehen 
lassen 
und 
den 
ihnen 
Gang 
eigenartigen 
befolgen; 
natürlich 
aber 
nicht 
S99 
dass 
sie 
etwa 
einschneiden 
oder 
dass 
der 
Stoff 
dem 
Fleisch 
geklebt 
erscheine. 
Sowie 
ferner 
eine 
allzugrosse 
Sparsamkeit 
an 
Falten 
dem 
Körper 
ein 
armseliges 
Aussehen 
verleihen, 
und 
selben 
aller 
Grazie 
berauben, 
SO 
verursacht 
anderseits 
ein 
ZL1 
reicher 
Faltenwurf Confusion 
und Missbehagen. 
Es 
ITHJSS 
daher 
auch hier jene Mittelstrasse gegangen 
in allen Dingen so sehr angezeigt ist. 
werden , 
die 
überhaupt 
Fab. 
Ganz 
gewiss 
verdient 
CS 
grosses 
LOb: 
wenn 
ein 
K ünstler 
seine 
Figuren 
gut 
Zll 
kleiden 
versteht. 
Aret. 
Ich 
gelange 
111.111 
zum 
Colorit. 
Wie 
wichtig 
dieser 
Factor 
Sei, 
kann man 
schon 
E1118 
den 
Beispielen 
entnehmen, 
die 
LIDS 
VOÜ 
jenen 
Malern 
geboten 
wurden , 
welchen 
gelang, 
selbst 
Vögel 
und 
Pferde 
ZU 
täuschen. 
Fab. 
Solche 
Beispiele 
der 
Täuschung 
sind 
mi r 
nicht 
innerlich. 
Aret. 
Selbst 
den 
Kindern 
ist 
CS 
bekannt, 
Zeuxis 
habe 
SO 
Trauben 
naturwahr gemalt, 
dass Vögel 
sie 
für 
echte haltend 
auf 
dieselben 
hinfiogen. 
Ein 
anderesmal 
wieder 
zeigte 
Apelles 
einige 
VOI] 
verschiedenen 
Künstlern 
gemalte 
Pferde 
lebenden 
Pferden vor, die dabei ganz ruhig verblieben ohne das mindeste 
Zeichen zu geben, dass sie jene gemalten Pferde für wirkliche 
hielten. Als aber dann Apelles eines seiner Bilder, auf welchem
        

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