Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aretino oder Dialog über Malerei
Person:
Dolce, Lodovico Eitelberger von Edelberg, Rudolf Cerri, Cajetan
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1398997
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1399890
59 
Fab. 
Immerhin gebührt die Zartheit der Glieclmassen mehr 
dem 
Weibe 
als 
dem 
Manne. 
Aret. 
Allerdings, 
und 
ich selbst 
habe 
früher 
dies 
hervor- 
gehoben, 
indem 
ich 
ausdrücklich 
bemerkte, 
dass 
IIIHH 
das 
schlecht 
nicht 
verwechseln 
dürfe. 
Trotzdem 
trifft 
1'113.11 
auch 
auf 
sehr 
viele 
zartgebaute 
Männer, 
als 
da 
sind 
Jene 
GUS 
der 
feineren 
Gesellschaft, 
ohne 
dass 
sie 
darum 
auch 
schon 
den 
Frauen 
oder 
einem 
Ganymed 
ähnlich 
sehen. 
Wahr 
 7 
xsts, 
dass 
einige Maler ihre Unwissenheit 
mit dem Namen Zartsinn 
taufen, 
und nachdem sie weder die Lage noch die Verbindung der 
Knochen und Beine kennen, solche entweder einfach gar nicht, 
oder doch viel zu ungenügend zur genauen Darstellung ihrer 
Lage markiren, und sich damit zufrieden geben, nur mit An- 
auszuführen. Andere 
der Hauptcontouren ihre Gestalten 
deutung 
wieder 
markiren 
allzuviel 
die 
Muskulatur , 
und 
heben 
sie 
übertriebener Weise und zwecklos 
hervor, 
dann 
sich 
einbildend, 
lauter 
Michel 
Angel0's 
im 
Zeichnen 
Z L1 
sein, 
während 
sie 
mit 
Recht 
Illlf 
ausgelacht 
und 
VOII 
Kennern 
für 
Tölpel 
erklärt 
werden. Es kann auch vorkommen, dass ein 
welche schöne Partie, sei es von der Antike, sei 
irgend 
einem 
Maler 
es von 
grossen modernen Maler (als da sind: Michel Angelo, Rafael, 
Tizian und Andere) entlehnt habe; aber unfähig dieselbe gut 
zu placiren, ihr eine höchst missliche Wirkung verleihe; was 
der Fall 
Wäre, 
man 
WEH T1 
das Auge, 
welches 
der 
schönste 
und 
anmüthigste 
Theil 
des 
menschlichen 
Körpers 
ist 2 
neben 
einem 
Ohre, 
oder 
der 
Mitte 
der 
Stirne 
angebracht 
sehen 
würde. 
S0 
wichtig ist 
85a 
0b 
man 
die Dinge 
311 
ihren 
richtigen 
Platz 
oder 
nicht 
dorthin 
setzt. 
Fab. 
Ein 
vortrefflicher 
Vergleich 
das. 
Aret. 
Sprechen 
wir 
VOH 
111.111 
der Mannigfaltigkeit, 
welche 
für 
den Maler 
der Praxis 
Erforderniss 
ein so grosses 
iStr 
dass 
ohne 
sie 
die 
Schönheit 
und 
die 
Kunst 
lästig 
erscheinen. 
Der 
Maler 
IIILISS 
die 
KöPfer 
die 
Hände, 
die 
Füsse, 
den 
Leib, 
die
        

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