Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aretino oder Dialog über Malerei
Person:
Dolce, Lodovico Eitelberger von Edelberg, Rudolf Cerri, Cajetan
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1398997
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1399653
Achtung sich die guten 
immer erfreuen. Prüfen 
Maler von jeher erfreuten, und 
wir nun, wie sehr diese Kunst 
noch 
auch 
ZUITI 
Nutzen , 
Zllfll 
Vergnügen 
und 
Zierde 
gereiche. 
Vor 
Allem unterliegt es keinem Zweifel, dass 
Vortheil ist, das Bild unseres Erlösers, 
es für uns ein grosser 
der heiligen Jungfrau 
und 
anderer 
Heiligen 
VOT 
Augen 
ZU 
haben; 
WOTEIUS 
sich 
klären lässt, dass obwohl einige Kaiser, besonders griechische 
den öffentlichen Gebrauch der Heiligenbilder verboten, dieser 
dennoch von vielen Päpsten in den heiligen Concilien genehmigt 
worden ist, und die Kirche Jene für Häretiker erklärt, welche 
sie nicht gelten lassen wollen. Denn diese Bilder sind nicht 
blos, wie sie von gewissen Leuten genannt werden, die Bücher 
der Ungebildeten, sondern sie erwecken auch in wohlthuender 
Weise die fromme Sammlung der Gebildeten, indem sie Diese 
und Jene zur Meditirung dessen, was sie darstellen, bewegen. 
Und wirklich wird erzählt, dass Julius Cäsar, als er in Spanien 
eine 
Statue 
Alexander 
des 
Grossexu 
sah: 
Thränen 
ausbrach, 
da 
Cf 
bei 
ihrem 
Anblicke 
daran 
dachte, 
dass 
jener 
Alexander 
dem 
Alter , 
welchem 
er 
selbst 
sich 
damals 
befand, 
fast 
die ganze Welt schon erobert hatte, während er noch nichts 
für den Ruhm gethan habe; was ihn so sehr mit Drang nach 
Unsterblichkeit erfüllte, dass er von da an jene hohen Waden- 
thaten 
unternahm, 
durch 
welche 
er später 
den 
Alexan- 
grossen 
der 
nicht nur 
erreichte, 
sondern 
ihn 
sogar 
noch 
übertraf. 
Des- 
gleichen 
schreibt 
Sallustius, 
dass 
Quintus 
Fabius 
und 
Publio 
Scipio zu sagen pflegten, so oft sie die Bildnisse ihrer Ahnen 
betrachteten, fühlten sie sich selbst zu edlen Thaten angespornt. 
Nicht als ob das Wachs oder der Marmor, woraus jene Bild- 
nisse bestanden, an und für sich eine solche Wirkung ausübten; 
wohl aber weil das Herz dieser grossen Männer beim Andenken 
311 
jene 
vergangenen 
Heldenthaten 
höher 
schlug, 
und 
sich 
11111" 
dann zufrieden 
den Ruhm der 
gab: 
Väter 
wenn sie 
eingeholt 
durch ihre 
hatten. Die 
eigenen Leistungen 
Bildnisse der edlen
        

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