Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aretino oder Dialog über Malerei
Person:
Dolce, Lodovico Eitelberger von Edelberg, Rudolf Cerri, Cajetan
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1398997
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1399305
dung. In Venedig selbst gehörte er mit dem Bildhauer und 
Architekten Jacopo Sansovino zu den intimen Freunden, Haus- 
und Festgenossen Tizian's. Eine ausführliche Biographie Are- 
tino's hat im verflossenen Jahrhundert G. M. Mazuchelli ge- 
liefert; seine Stellung zu Künstlern würdigt in unserer Zeit 
eingehend M. T. Dumesnil 1). Nichtsdestoweniger verdiente dieser 
geistvollste und zugleich frivolste Publizist und Schöngeist seines 
Jahrhunderts eine Geschichte seines Lebens und Wirkens vom 
Standpunkte der modernen Wissenschaft. 
In den Anmerkungen beschränken wir uns auf Thatsäch- 
liches. Nur an einer Stelle, die Giorgione betrifft, glauben wir 
im Interesse unserer Leser auf die einschlägigen Stellen Vasari's 
und Ridolffs eingehen zu sollen. Wir haben es absichtlich ver- 
mieden, das, was über Sebastiano del Piombo gesagt wird, einer 
Kritik zu unterziehen; ebenso wenig glaubten wir den Ort passend, 
die Streitfragen zwischen den Coloristen und Stylisten, den 
Anhängern Tizian's und den Michel Angel0's zu berühren, so 
viel äussere Veranlassung gerade in dem Dialoge des L. Dolce 
vorhanden war. In welch' hohem Grade damals die Geister 
durch diese Fragen beschäftigt wurden, geht aus dem von uns 
im Anhange mitgetheilten Schreiben L. D0lce's an Gasparo 
Ballini hervor. Für Bearbeitung grösserer kunsthistorischer und 
ästhetisch-kritischer Fragen selbst in Excursen, die leicht zu 
dem Umfange des ganzen Dialoges anschwellen würden, wenn sie. 
einigermassen genügend sein sollen, scheint uns diese Gelegen- 
heit nicht die passende. 
J 
1) Siehe: La vira di Pietro Aretino scritta dal conte Giammaria Maz- 
zuclmelli. 2 Ed. Brescia 1763. M. J. Dumesnil "Histoire des plus cäläbres 
amateurs italiens. Paris 1852." p. 211-344. ' 
Wien, 
im 
August 
1871. 
Eitelberger 
Edelberg.
        

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