Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aretino oder Dialog über Malerei
Person:
Dolce, Lodovico Eitelberger von Edelberg, Rudolf Cerri, Cajetan
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1398997
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1400181
Wissen 
und 
sein 
Geld 
unter 
Allen 
verthcilte, 
die 
sich 
der 
lerkunst 
widmeten, 
u n d 
dabei 
sich 
dürftiger 
Lage 
befanden. 
glaubte 
Man 
seinerzeit auch 
allgemein, 
dass 
der 
Papst 
ihm 
den 
ausser der 
Cardinalshut verleihen wollte; denn 
vollendeten 
Kunst 
des 
Malens 
besass 
Rafael 
noch 
gar 
viele 
hervorragende 
Vor 
züge: 
gute 
Sitten, 
feine 
u n d 
honette 
Manieren, 
wie 
sie 
einem 
Edelmanne geziemen. Diese seltenen Eigenschaften bestimmten 
den Cardinal Bibbieila ihna, wenn auch gegen seinen Willen, 
die eigene Nichte 1) zur Frau vorzuschlagen; eine I-Ieirath, die 
Rafael allerdings 
in 
die Länge 
29g; 
und 
schliessliclu 
der 
Aus- 
sicht 
nicht 
Cinging! 
dass 
der 
PapSI r 
der 
CS 
ihm 
versprochen 
hatte, 
ihn 
ZLIIII 
Cardinal 
machen 
würde. 
Dafür 
hatte 
ihm 
der 
Papst, 
kurz 
VOl" 
seinem 
Tode, 
die 
Würde 
eines 
Kämmerlings, 
die 
ein 
sehr 
ehrenvolles 
und 
lucratives 
Amt 
iSta 
verliehen. 
Ihr 
könntet nun zur Ueberzeugung gelangt sein, dass Rafael in 
der Malerei Michel Angelo nicht nur erreichte, sondern noch 
übcrtraf. Was aber die Bildhaucrkunst anbelangt, so ist Michel 
Angele darin einzig, göttlich, und steht auf der Höhe der An- 
tike. 
E r 
braucht 
da 
weder 
meine, 
noch 
Ande] 
7er 
Lobsprüchc, 
u n d 
kann 
dieser 
Kunst 
HUT 
durch 
sich 
selbst 
übertroffen 
werden. 
Fab. 
Euere 
Erörterung, 
mein 
Lieber, 
hat 
mich 
sehr 
friedigt. 
Von 
UHU 
21H 
will 
ich 
auch 
Euere 
Meinung 
thcilcn; 
bei 
denn 
solchen 
Gründen 
kann sich 
der 
Mensch nicht täuschen. 
Doch 
wir 
haben 
noch 
immer 
SO 
viel 
Zeit, 
dass 
Ihr 
mich, 
Fall s 
Euch 
das 
Reden 
nicht 
bereits 
ZL1 
sehr 
ermüdet 
hat: 
auch 
übe1 
die 
Vorzüge 
noch 
einiger 
anderer 
Maler 
aufklären 
könnt. 
Aret. 
Ich 
PHCge 
nicht 
durch 
SO 
wenig 
mich 
ermüden 
Z L1 
 Maria, die Tochter des Antonio Divizio da Bibiena, eines Bruder- 
sohnes des Cardinals S. Maria in Portico, begraben in Rafaels Grabka- 
pelle im Pantheon, s. Passavant l. c. p. 559.  Was Dolce des Weiteren 
über Rafael und sein Verhältniss zu Leo X. und Bibiena erzählt, ist su 
dasselbe, 
ziemlich 
auch aus 
W215 
hinlänglich 
Vasari 
bekannt
        

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