Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aretino oder Dialog über Malerei
Person:
Dolce, Lodovico Eitelberger von Edelberg, Rudolf Cerri, Cajetan
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1398997
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1400153
woher 
dieses 
Etwas, 
das 
UDS 
SO 
sehr 
erfreut, 
komme. 
Als 
trarca, 
der 
anmuthige 
und 
wunderbare 
Maler 
der 
Reize 
und 
sang er 
"Fugendcn seiner Laura, darüber Betrachtungen anstellte, 
„Ein Etwas war in ihrem Aug", das plötzlich 
Erhellen kann die Nacht, den Tag verdunkeln, 
Den Honig bitter, süss den Wermuth machen." 
(„E un non so che ne gli occhi, che in un puntn 
Po far chiara la nottc, nscilro il die, 
mele 
amaro, 
addolci 
Fascensioß) 
Fab. 
Was 
Ihr 
Reiz 
nennt, 
wird 
VOI] 
den 
Griechen 
mit 
dem 
Worte 
Charis 
bezeichnet, 
das 
ich 
immer 
mit 
"Graziß" 
übersetzen 
würde. 
Arct. 
Auch 
wusste 
derselbe 
grosse 
Rafael 
auf 
vollendete 
Art: 
WCHH 
wollte, 
seine 
F igurcn 
in Kürzung 
auszuführen. 
Ebenso 
CS 
kaum 
nöthig: 
dass 
ich 
Euch 
auseinandersetze, 
wie er in allen 
nigfaltigkeit an 
seinen Schöpfungen eine so merkwürdige Man- 
den Tag legte, dass keine einzige seiner Ge- 
stalten, 
sei 
CS 
im 
Ausdruck 
oder 
der 
Haltung, 
der 
anderen 
ähnlich 
sieht; 
SO 
zwar, 
dass 
man 
bei 
denselben 
dieser 
Ziehung, 
nicht 
den 
Schatten 
Dessen 
sieht, 
WElS 
LUISCYB 
moder- 
YICTI 
Maler 
schlechtwcg 
Manier 
nennen , 
das 
ist 
eine 
schlechte 
Gewohnheit, 
welche 
die 
Figuren 
und 
Gesichtszüge 
fast 
immer 
gleichartig luervorbringt. 
seinen Werken fort und 
Während nun Michel Angelo in allen 
fort das Schwierige hervorgesucht hat, 
strebt 
Rafael 
Lmlgekehrt, 
stets 
die 
Leichtigkeit 
etwas, 
das 
sich nur mühevoll erreichen lässt (wie ich schon einmal bemerkt 
habe), das er aber in einer Weise erlangte, die zum Glauben 
verleiten 
könnte, 
seine 
Bilder 
seien 
ohne 
Nachdenken, 
ohne 
Arbeit 
und Mühe 
entstanden 
WElS 
gerade 
ein 
Zeichen 
hoher 
Vollkommenheit ist. 
Dasselbe sieht man bei Schriftstellern, 
unter 
welchen 
die 
besten 
als 
die 
am 
leichtesten 
procluzirenden 
scheinen; so bei Euch Gelehrten 
uns Ariost und Petrarca. Was die 
Virgil und Cicero; so 
Kunst zu bewegen und 
bei 
an- 
ZU FCgCH 
betrifft , 
SO 
will 
ich 
diesfalls 
ZU 
dem 
bereits 
Gesagten
        

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