Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aretino oder Dialog über Malerei
Person:
Dolce, Lodovico Eitelberger von Edelberg, Rudolf Cerri, Cajetan
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1398997
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1399245
betrachten ist, so hoffen wir, dass die Herausgabe des Dialoges 
l'Aretin0 von L. Dolce, Freunden der Kunstgeschichte Venedigs 
willkommen sein wird. 
Allerdings 
wir 
empfangen 
HUS 
dieser 
Schrift 
keinen 
reinen 
Eindruck; 
alle 
Eigenthümlichkeitcn 
und 
Schwächexm 
der 
italie- 
mischen 
Prosaiker 
des 
sechzehnten 
Jahrhundertes 
ITIUSS 
man 
bei 
der 
Lectüre 
derselben 
mit 
den 
Kauf 
nehmen. 
Aber 
wir 
haben dagegen den Vortheil, in den Gedankenkreis, die geistige 
Atmosphäre der Zeit Tiziaifs einzutreten, ungetrübt von allem 
modernen Beigeschmacke, von der künstlerischen und ästheti- 
schen 
Rede- 
und 
Reüexionsweise 
UHSCTCI" 
Zeit, 
und 
lernen 
die 
Gesichtskreise wüydigela, von 
reichen und gelehrten Zirkeln 
denen man damals in den 
Venedigs ausgegangen ist. 
geist- 
L. Dolce wurde in Venedig im Jahre 
Vater Fantino, Gastaldo della Procuratie, 
1 508 geboren. 
"onoratissimo 
Seinen 
OfHcio 
Cittadini" 
verlor 
einem 
Alter 
VOI] 
zwei 
Jahren. 
Die 
Familien Loredan 1) und 
Es wurde ihm möglich, 
Cornaro nahmen sich des Kindes an. 
in Padua seine Studien zu machen. 
Von der Fachschule zurückgekehrt, ging er aber nicht 
seine Vorfahren in öffentliche Dienste, sondern widmete 
wie 
sich 
trat als Corrector 
dem Umerrichte, 
der Giovanni 
die Druckerei 
und 
Gabriele 
Giolito, 
und 
führte 
das Leben 
eines 
unermüdlich 
thätigen 
und 
übermässig 
fruchtbaren 
Schriftstellers. 
Er 
suchte 
sich 
als 
Uebersetzer , 
wie 
als 
Dichter, 
Historiker 
und 
Schöngeist. 
Cicogna, 
der 
dem 
Leben 
und 
den 
Schriften 
1) Leonardo Loredano; Doge von Venedig, vom 3. Oct. 1501 bis 
22. Juni 1521  an welchem Tage L. Loredan go Jahre alt starb  gehört 
einer alten patrizischen Familie Venedigs an. In seine Zeit fallt die Liga von 
Cambrai, und 1609 die Schlacht von Ghiaraciada, welche Tizian in einem 
seiner Zeit berühmten Gemälde verherrlicht hat. Das Gemälde selbst ging bei der 
Feuersbrunst des Dogenpalastes vom J. 1577 zu Grunde. L. Loredan wurde 
zu S. Giovannie Paaoo begraben. Ihm folgten in der Dogenwürde Ant. Gri- 
mani 1521-1523, Andrea Gritti 1523-1538, Pietro Lando von 1539 bis 
1545, Franc. Donato 1545-1553, Marc. Ant. Trevisani 1553-1554, 
Francisco Veniero 1554-1556.
        

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