Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Moderne Maler
Person:
Ruskin, John Broicher, Charlotte
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1277533
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1278645
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Sterne, sanken und loderten, je nachdem der sanfte 
Wind sie trug und fallen ließ. Jeder Grashalm 
brannte, wie wenn der goldne Himmelsboden sich 
plötzlich leuchtend öffnete, bis das Laub sich wieder 
über ihm zusammenschloss; es war wie Wetterleuchten, 
das bei Sonnenuntergang aus der Wolke bricht. Die 
bewegungslosen Massen dunkler Felsen  dunkel doch 
glühend von Scharlachmoosen, die ihre stillen Schatten 
über ruhelose Pracht breiten; darunter die Fontäne 
ihr marmornes Becken mit blauem Nebel und lau- 
nischem Plätschern füllend; und über allem 
ein reiches Gelände von Rosa und Ambra 
als 
die 
heiligen Wolken ohne Dunkel, die nur in unermess- 
licher Ferne leuchten, zwischen der feierlichen, sphä- 
rischen Stille der Steinlichten. Sie zogen vorüber, 
um sich endlich in dem letzten weißen, blendenden 
Glanz der endlosen Linie zu verlieren, in der die 
Campagna 
sich 
mit 
dem 
Leuchten 
des 
Meeres 
schmilzt. 
[Ruskin gibt zu, dass auch Turner nicht im stande sei, 
die Stärke und den Glanz dieser Farben annähernd 
wiederzugeben] Aber er kam der Wahrheit näher, 
weil er, z. B. wo er blauen Himmel malt, immer die 
Luft, die ihn erfüllt, darstellt. Salvator malt nie 
Felsengebirge in mittlerer Entfernung, aber nahe 
genug, um ihre Spalten und Risse darzustellen. In 
dieser Entfernung ist kein voll beleuchteter Berg, der 
nicht zarte Unterschiede in der Farbe aufwiese. 
Salvator 
aber 
malt 
sie 
völlig 
himmelblau , 
ohne 
sie
        

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