Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Moderne Maler
Person:
Ruskin, John Broicher, Charlotte
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1277533
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1278535
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schlagen? Ist es denn nicht auch Tautologie, etwas 
immer wieder mit denselben Linien zu umschreiben? 
Die Offenbarungen der Natur sind so mannigfaltig 
und unendlich, wie sie selbst beständig ist. Je tiefer 
er steigt, je seltenere Phänomene er belauscht, um 
so höher die Werke des Malers. Sich wiederholen, 
nur auf einem Punkt, ist Verrat an der Natur. Denn 
tausend Menschenleben reichten nicht aus, um nur 
ein Beispiel der vollkommenen Offenbarung ihrer 
Einzelkräfte zu geben. 
DIE WAHRHEITEN DER FARBE 
SIND DIE BEDEUTUNGSLOSESTEN 
[Wenn Ruskin sich Locke nicht so strikte angeschlossen 
hätte, würde er sich den philosophischen Eingang 
dieses Kapitels erspart haben; denn diese Gefolg- 
schaft verführt ihn zu Spitzlindigkeiten, die er später 
selbst aufheben muss.] 
Locke behauptet, die Körper hätten dreierlei Art 
Qualitäten. Die erste betrifft Maß, Gestalt, Zahl, 
Lage, Bewegung oder Ruhe ihrer festen Teile: 
sie ist vorhanden, ob wir sie wahrnehmen oder 
nicht. 
Zweitens: die Fähigkeit, die in einem Körper vor- 
handen ist, in einer bestimmten Art auf einen un- 
serer Sinne zu wirken. Dies sind die sensiblen 
Qualitäten. 
Drittens: die Fähigkeit, die in einem Körper eilt- 
halten ist, solche Änderung in einem anderen Körper 
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