Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Moderne Maler
Person:
Ruskin, John Broicher, Charlotte
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1277533
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1278512
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tigste Vorstellung 
für uns hat. 
oder 
Vorstellungsgruppe , 
die 
sie 
AUSNAI-IME-WAHRI-IEITEN SIND 
WICHTIGER ALS ALLGEMEINE 
[Es handelt sich bei dieser Entscheidung nur darum, 
ob die Ausnahmen allgemeine Naturprinzipien ver- 
letzen, oder aber sie in einer besonderen und auf- 
fallenden Weise zur Geltung bringen. 
Obwohl Ruskin von Goethe nur den Faust kennt und 
ihn verständnislos zitiert, ist in manchem eine auf- 
fallende Verwandtschaft zwischen ihm und dem jun- 
gen Goethe. In dem folgenden äußert sich Natur- 
trunkenheit und mystisch - pantheistische Naturanbe- 
tung, ganz ähnlich wie in Goethes Hymne in Prosa: 
,An die Natur" (1786).] 
Zuweilen, obwohl selten, übertritt die Natur ihre eigenen 
Prinzipien. Sie schalft alles schön; hie und da aber 
erlaubt sie sich Ausnahmen, die vergleichsweise häss- 
lich sind. Diese seltenen Makel sind wertvoll in der 
Natur, und wo man ihren Weisungen folgt, wertvoll 
in der Kunst. Wollte ein Künstler aber ausschließ- 
lich nach ihnen suchen und für all seine Hässlich- 
keiten Originale in der Natur nachweisen, so verführe 
er dennoch falsch: Der Natur gegenüber falsch 
und ihren Gesetzen ungehorsam. Die Natur cha- 
rakterisiert z. B. die Umrisse der Wolken durch 
fortlaufende Bogen und gerade Linien. Vielleicht 
könnte man einmal monatlich eine kugelrunde
        

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