Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Moderne Maler
Person:
Ruskin, John Broicher, Charlotte
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1277533
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1278322
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richtig ist, wird sich aus ihrer An- 
verschiedenen Zweige der Kunst 
Definition. Ob sie 
Wendung auf die 
ergeben. 
VORSTELLUNGEN 
DER 
NACHAHMUNG 
Wenn ein Ding anders erscheint als es ist und eine so 
große Ähnlichkeit mit etwas anderem erweckt, dass es 
uns fast täuschen kann, empfinden wir ein genießendes 
Erstaunen, eine angenehme geistige Erregung, der 
ähnlich, in die uns ein Taschenspieler versetzt. 
Empfinden wir das einem Kunstwerk gegenüber, so 
beruht es auf seiner Kunst der Nachahmung. Warum 
dergleichen erfreut, soll hier nicht untersucht werden. 
Wir wissen nur, dass kein Mensch seiner animalischen 
Natur nach nicht Freude empfände, wenn er sich 
angenehm verwundert, und dass dies Gefühl durch 
nichts entschiedener hervorgerufen wird, als den 
Erweis, dass ein Ding etwas anderes ist als es 
scheint. Die Ähnlichkeit muss aber groß genug sein, 
um zu täuschen und sich dennoch zugleich als 
Täuschung erweisen. 
Die vollkommenste Freude an der Imitation liegt 
darin, dass ein Sinn dem andern widerspricht; dass 
das Auge ein Ding für rund und der Finger es für 
flach erklärt. Am höchsten wird Sie in der Malerei 
genossen, die den Schein erweckt, 
trete heraus, die Haare seien rauh, 
ein 
der 
Gegenstand 
Sammet sei
        

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