Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Moderne Maler
Person:
Ruskin, John Broicher, Charlotte
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1277533
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1280896
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herrlicht, und die 
offenbart er nur in 
ganze Gewalt seiner Schönheit 
Engeln, in der Madonna und in 
Christus. 
Keine Darstellung Christi ist auch nur teilweise ge- 
glückt. Selbst die größten Maler bleiben hier unter 
ihrem Niveau; besonders Perugino und Fra Angelico. 
Leonardo hat auf diesem Gebiet das Höchste erreicht; 
aber vielleicht beruht die Schönheit seines in Mai- 
land befindlichen Christus-Fragmentes eben so sehr 
auf der Undeutlichkeit, die der Verfall bewirkt hat, 
als auf seiner ursprünglichen Vollendung. Jeden- 
falls ist dieses Cenacolo das schönste was wir haben, 
was man auch von Übermalung und Zerstörung sagen 
mag. Von kühneren Versuchen, die Gottheit darzu- 
stellen, reden wir nicht. Obwohl unwissende Katho- 
liken viele Versuche gemacht haben, die Gottesvor- 
stellung zu verwirklichen  (man denke an die Art, 
wie Cellini von dem Petschaft für den Papst spricht); 
 die edleren unter ihnen haben nie etwas ande- 
res beabsichtigt als Symbole darzustellen. Symbole 
denkbar höchster Art, aber so sehr nur Symbol, wie 
etwa ein Dreieck oder das Alpha und Omega. Aber 
auch die skrupulösesten Christen könnten nicht 
Wünschen, die Gewalt, die dies von Michelangelo 
angewandte Symbol bei Erschaffung Adams und 
Evas erreicht hat, für ein anderes Substitut einzu- 
tauschen. 
Darstellung böser 
weil die Erhebung 
Geister ist 
der Gestalt 
besonders 
zum Geist, 
schwierig, 
das Böse
        

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