Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Moderne Maler
Person:
Ruskin, John Broicher, Charlotte
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1277533
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1280620
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neben Pilatus Richtstuhl warten, wo nichts zu sehen, 
nichts zu fühlen ist, als die eine Gestalt, die mit ge- 
beugtem Haupte dasteht, bleich wie eine Säule aus 
Mondlicht, gebadet in der Herrlichkeit der Gottheit 
und gehüllt in die Weiße des Sterbekleides. 
Nur noch ein Wort über Tintorettos Jüngstes Gericht" 
in der Kirche Santa Maria delP Orto. Angelicos jüng- 
stes Gericht ist die typische Behandlung des Vor- 
ganges. Ein langes Campo Santo, aus zwei Reihen 
Gräbern bestehend, erstreckt sich in die Ferne. 
Links erstehen die Verdammten, rechts die Gerech- 
ten. Bei Giotto und Orcagna ist die Anschauung, 
obwohl weniger starr, eben so typisch. Es wird nicht 
versucht einen weiten Raum zu suggerieren, und nur 
so viel Boden dargestellt, wie absolut notwendig ist 
für die Gestalten im Vordergrund und einige Gräber. 
Michelangelo weicht hiervon nur darin ab, dass er 
seine Figuren weniger symmetrisch gruppiert und 
durch seine verschiedenen Perspektiven eine größere 
Anschauung von Raum gewährt. Dem l-Iintergrunde 
hat er kein Interesse zugewandt. Fra Bartolommeo, 
nie im stande mit irgend welchen Spezies der Erha- 
benheit zu ringen, außer mit einfachen religiösen 
Gefühlen, greift in diesem mächtigen Thema völlig 
fehl"). Seine Gruppe der Toten umfasst nicht mehr 
als zehn oder zwölf Figuren, und 
Vordergrund ein; dahinter dehnt 
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