Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Moderne Maler
Person:
Ruskin, John Broicher, Charlotte
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1277533
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1280431
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men, und Unvollkommenheit unbegrenzt ist, ist die 
Fantasie nie in Gefahr sich zu wiederholen. Nichts 
ist ihr ungelegen; aber jeden rohen Stoff verwertet 
sie am rechten Orte. Alle Dinge stehen an ihrer 
Stelle, erscheinen vollendet und nichts ist über- 
flüssig. In ihren Kombinationen waltet endlose Man- 
nigfalfigkeit, und jedes widerspenstige und scheinbar 
unnütze Element wird glänzend verwertet und der 
Kern, um den sich neue, herrliche Gruppen scharen. 
Sie hat das Leben und Feuer in sich, das, wo es 
vorübergeht, ein Rauschen erweckt „und selbst T0- 
tengebeine wieder zusammenkommen, ein jegliches 
zu seinem Gebeine". 
Und nun erkennen wir, welch hohe Übereinkunft 
zwischen Fantasia und Theoria walten. Beide stim- 
men darin überein, nichts abzuweisen und alles dank- 
bar 
aufzunehmen. 
Die Theoria aber, oder die ästhetische Betrachtung 
erwählt aus allem das Schöne, während die Fantasia 
das Unvollkommene ergreift, das jene ablehnt. Mit 
Hilfe von Ecken und Kanten vereint und verrammelt 
sie die einzelnen Steine zu einem mächtigen Tempel, 
in dem die Theoria wiederum ihre tiefste Huldigung 
darbringt. So sympathisieren sie in ihrem Verlangen, 
gehen in ihrem Verfahren übereinstimmend ausein- 
ander und wirken eine für die andere mit dem, was 
die andere nicht bedarf zur Erhebung der Außendinge 
in ein höheres Bereich. 
Bis hierher haben wir, 
um 
ganz 
klar 
ZU 
sein, 
den
        

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