Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Moderne Maler
Person:
Ruskin, John Broicher, Charlotte
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1277533
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1277976
stehenden 
erwärmen 
wenn der 
Mittel vernachlässigen, wo Worte und Töne 
und die innerste Seele läutern sollen, 
Maler mit seinen Ausdrucksmitteln nur 
amüsieren will und niemals versucht, seine nicht in 
Worte zu fassenden Empfindungen auf den Beschauer 
zu übertragen? 
Dies Übel wurzelt in dem alten System der Land- 
schaftsmalerei. Der Maler verbessert Gottes Werk 
nach eigenem Ermessen; sein Schatten fällt auf alles 
was er schaut, er macht sich zum Herrn, wo er 
Jünger sein müsste, und kombiniert Landschaften, 
deren höchster Ruhm ihre Unmöglichkeit ist . . . . 
Es gibt aber nur einen großen Stil; und das ist die 
auf genauer Kenntnis beruhende einfache Wiedergabe 
des besonderen Charakters jedes in Frage kom- 
menden Dinges, es sei Mensch, Tier oder Blume. 
Jede Änderung, Karikatur und Leugnung dieses be- 
sonderen Charakters ist der Tod jeder Größe, Wahr- 
heit, Schönheit und Schicklichkeit. 
Häufig wird die Übertretung dieser Gesetze damit 
gerechtfertigt, dass die Einführung mythologischer 
Abstraktionen in die Landschaft eine fantastische 
Umgestaltung der Naturformation verlange. Wenn 
ein mythologisches, geistiges oder göttliches Wesen 
ursprüngliche Wahrheit oder Schönheit symbo- 
lisieren soll, muss eine ursächliche wahre Bezieh- 
ung zwischen der abstrakten Idee und der wirklichen 
Natur veranschaulicht werden. Die Wälder und 
Wässer, die der Grieche mit Typen des Lebens
        

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