Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Moderne Maler
Person:
Ruskin, John Broicher, Charlotte
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1277533
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1279735
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Auf- und Niederfluten des Segens und seiner 
Wirkungen unter allen Dingen; die Melodie der 
einander folgenden Töne, die Fortsetzung der Linien 
und die geordnete Folge von Bewegungen und 
Zeiten. 
Diese Art Einheit kann nicht zwischen ganz gleich- 
artigen Dingen bestehen. Verschiedenheit unterein- 
ander ist erste Einheitsbedingung. Je höher ein 
Wesen organisiert ist, um so differenzierter sind 
seine Glieder. Die Notwendigkeit der Unterschiede 
wird gewöhnlich lebhafter als tief empfunden, weil 
sie an der Oberfläche liegt und von einem Prinzip 
unsrer Natur begünstigt wird, der Neigung zu Ab- 
wechslung und zu Kontrasten. Aber Abwechslung 
an sich und im höchsten Grade ist nicht schön . . . . 
Neuheit ist keine Ursache des Entzückens. Sowohl in 
Dingen des Verstandes wie der Sinne, ist die Liebe 
zu Abwechslung eine Schwäche und Unvollkommen- 
heit unserer Natur. Denn die am meisten Wechsel 
und Wandel lieben, sind die hartherzigsten und 
schwachköpfigsten Menschen. Sie wundern sich am 
meisten über alles Neue und verdauen das Alte 
schwer. Ihren Besitz lassen sie rosten und glanzlos 
werden, denn sie nutzen ihn nicht aus. Sie bringen 
ihre Habe nicht in Gang und machen daraus nicht, 
was sie könnten. Sie halten keine Vorräte, noch 
sind sie Hausväter, die Altes und Neues aus ihren 
Schätzen hervorholen. Aber sie tragen neumodische 
Gewänder und lassen Motten und Diebe das andere
        

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