Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Moderne Maler
Person:
Ruskin, John Broicher, Charlotte
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1277533
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1279621
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von den allgemeinen Wahlverwandtschaftsgesetzen der 
Menschheit zu unterscheiden. Und das ist gut. Es 
ermöglicht uns das verschiedenste mannigfaltig zu 
genießen, statt krankhaft nach einem absoluten Inbe- 
griff des Schönen zu suchen.  
In einem Ding aber, gegen das wir völlige Abnei- 
gung empfinden, sehen wir nicht alles. Die Klarheit 
unseres Schauens wird, sofern es sich um das Ge- 
biet der Assoziationen handelt, an der Weite unserer 
Zuneigung erprobt. 
VON 
SYMBOLISCI-IER 
SCHÖNHEIT 
l. VON DER UNENDLICHKEIT ALS SYMBOL 
GÖTTLICHER UNBEGREIFLICHKEIT 
Unter „symbolischer Schönheit" verstehe ich alles, 
was an materiellen Dingen zur Erweckung der Vor- 
stellung immaterieller Dinge charakteristisch ist. Ich 
betrachte zunächst die Unendlichkeit, als Sinnbild 
göttlicher Unbegreiflichkeit. 
Um meinem Thema näher zu kommen, ist vor allem 
möglichste Einfachheit des Empfindens von nöten. 
Der Leser möge sich von allen konventionellen und 
autoritativen Gedanken befreien und sich in seine 
eigene Kindheit zurückversetzen, wo, wie Wordsworth 
sagt, wir vom Himmel umschlossen sind. Wenn es 
uns möglich wäre, uns auf alle die 
liehen Instinkte jener sorglosen Zeit 
zahllosen glück- 
zu besinnen und
        

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