Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Moderne Maler
Person:
Ruskin, John Broicher, Charlotte
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1277533
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1278831
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treten 
wir 
eines 
der 
wesentlichsten 
Naturprinzipien; 
wir stellen etwas als zugleich geschaut dar, was nur 
durch aufeinanderfolgendes Sehen geschaut werden 
kann, und begehen damit einen eben so großen Feh- 
ler, als 0b wir die vier Seiten eines kubischen 
Körpers zugleich sichtbar machen wollten. Auf diese 
Tatsachen und dies Prinzip hat kein Landschafter 
der alten Schule jemals geachtet. Sie führten ihre 
Vordergründe scharf und deutlich aus, so, dass sie 
dem Auge lebendig entgegentraten; die Blätterforma- 
tion ihrer Büsche und Gräser rundeten sie ab und 
verfahren 
ebenso 
mit 
der 
Ferne. 
Sie 
stellten 
alles 
dar, was das Auge in der Ferne wahrnehmen kann. 
Obwohl sie nun als Meister des Lufttons jedes 
künstlerische Mittel benutzten, um die Durch- 
schneidung der Linien zu verheimlichen; obwohl sie 
die Kraft und das Schattendunkel der Vorderobjekte 
übertrieben, um das 
ihnen nie gelungen, 
Auge darauf 
wirklich den 
zu lenken, 
R a u m zu 
ist es 
veran- 
schaulichen. 
Turner hat 
eine 
neue 
Ära 
begründet. 
Er 
hat 
wiesen , dass 
nebensächlich 
der Vordergrund der Ferne gegenüber 
sein könne; dass die Nähe dem Be- 
Schauer 
fühlbar 
ZU 
machen 
sei s 
ohne 
die 
Formen 
des Vordergrundes auszuführen. Nicht durch weiche, 
verschwommene Linien, die in der Kunst immer laster- 
haft sind, sondern durch eine bestimmte Unvollkommen- 
heit, durch entschiedene, nur stellenweise Angabe 
der Form, die das Auge allerdings als nah empfindet,
        

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