Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1615963
Palast von Babylon. 
Die hängenden Gärten. 
Stadt. 
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Stufenpyramide von Nimrud vorzustellen haben, die aber schon von 
Xerxes II zerstört und dann durch den Backsteinbezug für die Städte 
Selencia und Ktesiphon bis auf die unterste Terrasse abgetragen wurde. 
Weit bemerkcnswerther aber, wenn auch jetzt nur noch in unschein- 
baren Resten erhalten, müssen die gewaltigen Uferbauten der chaldä- 
ischen Könige genannt werden, welche die Existenzbedingung Unter- 
mesopotamiens bildeten. Die Vernachlässigung dieser unschätzbaren 
lxVerke, wie der Schleussen und Bewässerungscanäle hat aus dem Lande, 
welches nach Herodot das fruchtbarste war das er kannte, und zwei- 
hundert- bis dreihundertfaltigen Ernteertrag lieferte, einen pesthauchen- 
den und entvölkerten Sumpf gemacht. Auch von Brücken finden sich 
Spuren; 0b aber der 
Tunnel der Scmira- i"   N 
mis, von dem Dio-  Munsmhlßl: 
dor spricht, der j?"  l w u 
Wirklichkeit oder f  Q?  
der Fabel anvrehört i'll! YP   i 
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scheiden sein. Das f     
letztere wird wohl (Sa-ff  f!   
der Fall sein mit den Büste,       
drei- bis vierstöcki-       
gen Häuscm nach      
Herodot, welche in Ritze,   
dem unabsehbar      
weitgedehnten Ba-     
bylon ohne Grund B-Izifltktilhiliii 
und in den heutigen '  
GfOSSStäClten des Fig. 39. Plan von Babylon nach Rich. 
Orients ohne Ana- 
logie sind, abgesehen von den Materialverhältnissen Meslppotamiiens, 
welche bei hohen Bauten ganz unbenutzbar massige Erdgesc osse er or- 
dert hätten.  
Die beschriebenen Reste Babylons sind, wenn auch erst in neuerer 
Zeit genauer untersucht, doch schon seit Langem bekannt. Bereits Ben- 
jamin von Tudela spricht von Birs-Nimrud als dem biblischen Thurm 
von Babel und diese Tradition hat sich bis auf unser Jahrhundert herab 
fmtgepflanzt. Auch die Palastruinen von Babylon wurden von jeher als 
solche erkannt, so dass auch die eine den Namen Babel, die andere den 
Namen Kasr (Palast) stets trug. Ganz anders verhält es sich mit dem
        

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