Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1615880
Chaldäische Architektur. 
Terrassentenxpel. 
47 
oblongen Terrassenstufen, von welchen die unterste 198 : 133' in Länge 
und Breite und an 40' in der Höhe messend auf einer 20' über der Ebene 
erhobenen Platform ruht, aber zum grossen Theil zerstört und unter 
dem eigenen Schutte begraben ist. Der massive Kern ist aus Luftziegeln, 
die durch Strebepfeiler gegliederte Bekleidung aber aus gebrannten mit 
Erdharz verbundenen Backsteinen; das Ganze ist von zahlreichen klei- 
nen Luftldchern durchzogen. Die zweite Terrasse ist kaum mehr zur 
Hälfte erhalten, vollkommen verschwunden aber das, was sie einst ge- 
tragen haben muss. Denn ein merkwürdiger an den vier Ecken der 
Oberen Terrasse sich wiederholender Irlschriftenfund gab über Ent- 
Stehungszeit und Bestimmung des Gebäudes Aufschluss, welches nach 
H. Rawlinsons Entzifferung der Keilschriften von dem König Uruk (um 
2230 v. Ch.) zuerst angelegt, und der Gottheit Sin als Tempel geweiht 
Wurde. Zugleich wird die auch aus der Bibel bekannte Stadt Ur alS 
der Schauplatz angegeben. Die lnschriften sind jedoch nicht gleichzeitig 
mit der Gründung, denn nach Aufführung einer längeren Königsreihe 
bezeichnet sie endlich den Nabonidus (den letzten König von Babylon) 
als denjenigen, welcher den Tempel wieder hergestellt habe, und in der 
That findet sich in den Ziegelstempeln der unteren Terrasse der Name 
dCS Uruk und in denen der oberen der des Nabonidus.
        

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