Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1615762
Plastik. 
Sich folgende Eigenthümlichkeiten. Der Kopf weicht, wie Fig. 26 in Zu- 
Sammenstellung mit hellenischem Typus lehrt, im Profil von der Oval- 
form so namhaft ab, dass man nahezu ein Quadrat darüber construiren 
könnte, indem sowohl die Hauptlinie des Gesichtes mit der des Hinter- 
hauptes, wie auch der oben flache Schädelcontour mit der Linie vom 
Kinn bis zum Halse annähernd parallel erscheinen. In diese Parallelo- 
gfamm-Umschreibung fügen sich jedoch die Hauptlinien von Auge, 
Mund und Ohr keineswegs gleichartig ein, indem diese stark nach auf- 
wärts gezogen sind; das verhältnissmässig grosse Ohr sitzt sogar fast 
um die Hälfte höher, wie wir es als normal zu betrachten gewohnt sind, 
was indess wie die Schädelbildung und Augenstellung in der Racen- 
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Fig. 26. Aegyptisches Profil. 
eigenthümlichkeit der Orientalen und insbesondere der Aegypter seinen 
Grund hat. Die Stirn ist fast ohne Wölbung, und, weil in der Linie der 
Oberlippe liegend und gegen die Nase stark zurücktretend, ohne alle 
Bedeutsamkeit, und zwar um so mehr, weil auch der geschwungene 
Stirnrand an den Brauen ohne Schärfe unddas Auge nicht in genügen- 
der Tiefe ist. Das Auge selbst aber ist im rohesten Zustande eines pri- 
mitiven Versuches verblieben: wulstige Streifen umgeben statt der 
Augenlider in schmalem und langgestrecktem Schlitz die Pupille und setzen 
sich, den oberen über den unteren geschlagen, über den äusseren Augen- 
Winkel hinaus gegen das Ohr hin fort. Die sanftgebogene weiche und 
rundlich breite Nase springt nur wenig über die Oberlippe vor, welche, 
Statt die Einziehung zum Abschluss des Ovals gegen das Kinn hin anzu- 
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