Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1615730
Aegypten. 
grösseren architektonischen Problemen. Diess zeigt z. B. das Riesen- 
werk des Labyrinthes, über welche durch die Fabelsucht des Alterthums 
gänzlich verschleierte Anlage durch Lepsius' Ausgrabungen im F ajum 
jetzt einiges Licht verbreitet worden ist. (Fig. 25.) Es scheinen sich 
nemlich hier um einen wahrscheinlich mehre Höfe bildenden oblongen 
Mittelraum ausgedehnte Kammercomplexe in drei sich rechtwinklig 
berührenden Schenkeln zu gruppiren, welche nach den erhaltenen Wän- 
den durchaus nicht jene streng regelmässige Reihung annehmen lassen, 
Fig. 25. Das Labyrinth nach Lepsius (Erbkam). 
wie sie Herodot, Diodor, Strabo und Plinius beschreiben, sondern viel- 
mehr ein in der That labyrinthisches Aggregat aus durchaus kleinen 
Kammern, für welches nach den Erbkam'schen Aufnahmen noch fast 
jeder Schlüssel fehlt. Monurnental ist an der ganzen Anlage lediglich 
die Pyramide, welche die vierte Seite des oblongen Mittelraumes schliesst. 
Dass aber der Privatbau so bedeutend hinter den Cultwerken zuw 
rückblieb, hat seinen Grund ebenso sehr in der übergrossen Unterord- 
nung des Menschen- in physischer Beziehung unter die Anforderungen 
des Cultes, wie in der Gunst des ägyptischen Klimas Noth macht er-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.