Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1615621
itektur 
Gebälk. 
Gräben 
'I'e1npc1 
statten dienten, dachte man doch bei ihnen weniger an geräumigere 
Ausbildung der Grabkammern, wobei säulenaitige Stützen unvermeid- 
lich gewesen wären, als vielmehr an Vertiefung derselben ins Innerste 
der das Nilthal begleitenden Felsenzüge. Das Hauptbestreben, die 
königliche Grabkammer unzugänglich zu machen, war jeder grossartigen 
Innenentwicklung entgegen, und so beschränkte man sich darauf, die 
langen wiederholt abgesperrten Corridore mit Gemälden zu bedecken, 
wodurch sie gleichwohl vor den Corridoren in I,  
den Pyramiden sich vortheilllla; uilutersäheirlden. Ä  
Da eoen war durch die Besc a en1eit es er-  "X714    
raifs in den Höhenrändern der Wüste, das ohne Z   
Plateaubildung durch seine tiefeingerissenen 1 xjf "  
Schluchten der Architektur keinen Boden ge-  
währte, die Behandlung der Gräber als Grab-  m 
denkmäler unmöglich, und nur mehr oder we- 
niger verzierte Portale bezeichnen die Eingänge 4x A I 
zu den stollenartigen Königsgrüften von The-  j 
ben (Biban Cl Moluk Fig. 10,. . "Z 
Dagegen boten die weitläufigen Tempel   
mit ihren zahlreichen Kammern und Höfen der   
Säulenarchitektur den üppigsten Boden. Die   
ausgedehnten Complexe mit ihren wunderlich   
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eingeschachtelten gedeckten Raumen mochten   
vordem, selbst wenn reiche Malerei die Wände   
belebte, aussen wie innen einen ziemlich kahlen   
Eindruck gemacht haben, ehe die Säule erwei-   
ternd, stützend und schmückend zu Hülfe kam.   
Nun aber entwickelte sich wenigstens das Innere  ß 
Zu einem architektonischen Organismus, der 4 
unsere Bewunderung und genauere Betrachtung y  
verdient.  4 5,!  
An jedem grösseren ägyptischen Tempel  
lassen sich, abgesehen von dem was sonst noch   
ungeschlossen vorgelegt ist, innerhalb einer ge-    
meinsamen stark oblongen Einfriedung drci   
Hauptabtheilungen unterscheiden: der Vorhof,  '    
der Säulensaal und das aus dem Cellencomplex M" 16' Konlgsgrab im habe" 
bestehende Allg-heiligste. 'Vgl. Fig.  Schon zu dem ersteren fuhren 
gewöhnlich lange Galerien von Sphingen, welche nach innen gewendet 
den zum Tempel NVandelnden auf das heilige Schweigen des Inneren
        

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