Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1615508
Architektur. 
Pyramiden. 
erfolgen musste, zeigt die Pyramide von Mcidun (Fig. 4), bei welcher 
man bis zu namhafter Höhe die Ummantelung ohne Terrasseneinziehung 
emporführte, dann aber die Pyramidenanlage durch stark eingezogene 
niedrigere Terrassen rasch abschloss. Hieher sind auch jene Pyramiden 
zu rechnen, welche in eine Platform endigten und das gewaltige Piedestal 
eines sitzenden Kolosses bildeten, wie sie nach Herodot im Mörissee 
befindlich gewesen sein sollen. 
Eine sehr merkwürdige Abweichung von der streng stereometrischen 
Pyramidalform endlich zeigt die Knickpyramide von Daschur (Fig. 5), 
Südliche Steinpyramide von Daschur. 
welche, anfangs in ziemlich steilem Winkel (540 14') ansteigend, auf 
halbem Wege denselben ändert, um in stärkerer Neigung (420 59') zu 
früherem Abschlusse zu gelangen. Diese künstlerisch sehr unglückliche 
Form scheint in der Aenderung des Bauplanes während der Arbeit ihren 
Grund zu haben und war vordem wahrscheinlich in der Art gedacht, wie 
die Pyramide von Meidun, wenn nicht die Obeliskenform auf den Bau 
einwirkte. Die Pyramide ist auch merkwürdig durch die fast vollständig 
erhaltene Bekleidung aus prachtvoll polirtem Mokattamstein. 
Doch nicht blos in der Form sondern auch im Material zeigen sich 
die grössten Verschiedenheiten. Schon ein König der dritten Dynastie, 
Asychis, soll nach Herodot eine Pyramide aus dem nNilschlammq,
        

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