Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1615489
Architektur. 
Pyrami 
Die Hieroglyphen auf dem letzteren bezeichnen die ehrwürdigen Reste 
als die des Königs Menkeurah, desselben Mykerinus, den Herodot nach 
ägyptischer Priestertradition als einen der wohlwollendsten Regenten 
des Nillandes preist. Auch architektonisch überraschte die Mykerinus- 
kammer bei ihrer Eröffnung aufs Höchste durch ihre an einen ge- 
drückten Spitzbogen erinnernde Decke, welche sich indess als eine 
curvenartige Ausmeisselung der sparrenförmig gegen einander gelehnten 
Steinbalken erwies. 
Prinzen und Prinzessinnen scheinen in kleinen Pyramiden bestattet 
gewesen zu sein, wie solche zu je dreien sich an die grosse und dritte 
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Durchschnitt der grossen Pyramide von Saqära. 
Pyramide von Giseh anschmiegen. Hervorragende Unterthanen aber 
durften zwar an der Königs-Nekropole theilnehmen, ihre Denkmäler 
jedoch nur als stark abgestumpfte Pyramiden in der Form des ägypti- 
schen Schemmels behandeln, während die pyramidale Spitze ein Vor- 
recht der Könige blieb. 
Doch wurde man irren, wenn man die streng stereometrische Pyra- 
mide für die unwandelbare Form der memphitischen Königsgräber hielte. 
Denn es finden sich verschiedene Versuche, die Stufenbildung, wie sie 
durch die Herstellungstechnik geboten war, auch architektonisch zu ver- 
werthen, das heisst nach Aussen zur Geltung zu bringen. Wie man sonst
        

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