Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1619514
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Rom. 
erscheinen liess, was bei dem porösen Steinmaterial der Römer doppelt 
erwünscht erscheinen musste. Doch konnten freistehende Säulen und 
mit diesen die complicirten Eckcapitäle namentlich an Tempelfronten 
nicht umgangen werden, deren Gestaltung den Römern, welche wo 
möglich nach einem Modell und einer Blechform das Ganze uniformir- 
ten, höchst beschwerlich fallen musste. Es ist demnach lediglich als 
eine Consequenz des römischen Architektursystems zu betrachten, wenn 
 freilich erst in späterer Zeit  eine ionische Capitälform auftrat, 
Fig. 221. 
Tempel der 
Fortuna Viri 
welche unter Weglassung der Polsterbildung die Volutenfronte an den 
vier Seiten zeigte, von der Erscheinung der beiden Aussenseiten der 
Ecksäule ausgehend, Welche lediglich auch an den beiden anderen 
Seiten wiederholt zu werden brauchte (Saturntempel am Clivus Capito- 
linus). Im Gebälk blieb man bei dem Einfachsten stehen, vielleicht nur 
desshalb, Weil die ganze Ordnung überhaupt nur zu verhältnissmässig 
spärlicher Anwendung gelangte. 
Denn ehe man zu jener allerdings nicht Linpraktischen aber un- 
künstlerischen und stylwidrigen Verzerrung sich entschloss, durch
        

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