Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1619342
Plastik. 
Blüthezeit. 
Hellenistische Periode. 
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Künstler zu einer harmonischen Verschmelzung und zur vollkommenen 
Herrschaft und Sicherheit in der Formengebung niemals gelangten. 
Nun aber durchbricht der lange zuriickgehaltene oder wenigstens mög- 
lichst abgewehrte Strom der griechischen Kunst die Dämme. Hatte bis- 
her nur das Archaische und dann Archaistische einigen Zutritt, wohl 
vorzugsweise gebahnt durch den Geschirrimport, welcher auf die Vor- 
liebe der Etrusker für das Archaische berechnet den alteithürnlichen 
Charakter weit über seine Zeit hinaus an Formen und Malereien be- 
wahrte, so Huthete nun, als Etrurien politisch aufhörte zu sein, wahr- 
scheinlich vom Süden her die griechische Kunst der Diaclochenperiode 
über die gleichsam mit der Zerstörung der Mauern durch die Römer 
geöffneten Städte   
     
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Fig. 213- 
Etrurischer Steinsarkophag. 
Diess zeigt in erster Linie ein Vergleich plastischer Sarkophag- 
deckel dieser hellenistischenPeriode mit dem oben beschriebenen 
cäretanischen in der augenfalligsten Weise. Fanden wir dort unter noch 
schwacher Einwirkung des Hellenischen unmittelbare Nachbildung nach 
dem Leben, einen Realismus, der ohne Zucht und Schule wie ohne 
wärmeres Schönheitsgefühl nüchtern und poesielos, aber gerade durch 
seine rücksichtslose Natürlichkeit packend war, so erscheint hier der 
Naturalismus zwar noch in Kraft, noch eine ähnliche poesielose Nüch- 
ternheit, aber beides eingehüllt in griechische Formen und Formeln,
        

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