Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1615429
Aegypten. 
Es ist ein sonderbares Zusammentreffen, dass auf einem Boden, 
der zu den jüngsten Formationen unserer Erde gehört, die Cultur 
ihre ältesten Monumente uns darbieten sollte. Denn nicht Oberägypten 
mit seinen engen und steilen urweltlichen F elsenufern, sondern die Delta- 
älluvion ist der Schauplatz jener künstlerischen Thätigkeit, die nicht 
blos von Aegypten, sondern von der ganzen Erde uns die frühesten 
Denkmäler erhalten hat. Ob hier der Trieb zum monumentalen Schaffen 
sich zuerst geregt, oder ob nur die Erhaltung der ägyptischen Werke, 
bedingt durch ihre Unverwüstlichkeit, wie durch das tausendjährige 
Gleichbleiben der Kunstanschauungen den Bewohnern des Nillandes 
die Priorität vor anderen uralten Culturvölkern, namentlich vor den 
MÜSOPOtamiern sichert, wird schwer zu entscheiden sein. Wenn sich 
bisher in dem chaldäischen Stromgebiet kein Denkmal fand, das über 
das 23. Jahrhundert v. Chr. hinaufreicht, wer bürgt dafür, dass nicht 
noch ältere Reste in dem keineswegs genügend durchforschten Lande 
Slch Enden werden, oder dass überhaupt das ältesterhaltene auch das 
efstenßtändene ist, indem die Natur des Materials wie der durch 
REBER, Gesch. d. a. Kunst. I
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.