Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1619275
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Etruri en  
abfallende Traufe noch weiter nach aussen ableitetc. Der praktische 
Sinn des Italikers charakterisi-rte sich demnach auch hierin dem heiteren 
Formensinn des Hellenen gegenüber, wenn auch auf Kosten der künst- 
lerischen oder wenigstens geschmackvollen Entwicklung, die bei dem 
Hellenen selbst das Streben nach Benutzbarkeit und Comfort überwog. 
 Da sich die erhaltenen 
H? Imwmxxw architektonischen Denkmäler 
j, Etruriens in der Hauptsache 
ü x:  auf Gräber beschränken, so 
v,    mir-MW  sind wir nicht in der Lage, in 
    der Architektur dieses Landes 
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QXXX- II tun; m.       "-1 ß  b 
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" jTäe-eq, „   f"  Stadien nachzuweisen. Es 
f" "  lässt sich indess leicht erken- 
  nen, dass z. B. das Regulini- 
 11T; Galassi-Grab von Caere, die 
   Gräber von Alsium oder das 
Fig- 209- 
Etrnrischer 
Thonsarg. 
Campanagrab von Veji, von 
welchen die ersteren nament- 
lieh eine sehr primitive Bedeckung der Grabkammern verrathen, einer 
älteren Periode angehören als jene Bildungen, in Welchen die Nachah- 
mung des Wohnhauses und namentlich deren Balkendeckung schon 
volles Verständniss wie grosses technisches Geschick verräth, und deco- 
rative Glieder, namentlich Pilasterschmtick an den Pfeilern, tektonischer 
an den Leichenbänken u. s. w. und geräthschaftlicher an den Wänden, 
auftreten, oder wo hellenische Formen einer vorgeschrittenen Periode 
sich geltend machen. Eine weitere Periodengliederung und namentlich 
chronologische Gruppirung wird aber nicht möglich sein und nur hin- 
sichtlich der Entstehtingszeit der ältesten wie der jüngsten Werke wird 
man mit Bestimmtheit behaupten können, dass jene minder hoch hin- 
aufreicht, als man früher glaubte und etwa in das siebente Jahrh. zu 
setzen sei, während für die jüngsten das Jahrhundert von 250-4 50 v. 
Chr. angenommen werden dürfte. 
Etwas mehr Gruppirung machen die zahlreichen plastischen 
Werke Etruriens möglich, von welchen die meisten im gregorianischen 
Museum des Vatican, im britischen Museum, in der vormaligen Cam- 
panasammlung des Louvre und in den Specialsammlungen der Städte 
Toscanas, namentlich von Perugia, zusammengestellt, die übrigen aber 
in alle Museen der Welt zerstreut sind. Die Mehrzahl dieser Arbeiten 
gehört, wie sich nach der praktischen Richtung der Italiker nicht anders
        

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