Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1619142
Etrurien. 
In der Zeit, in welcher das Hellenenthunl in Unteritalien seine höch- 
ste Blüthe entfaltete, hatte in Mittelitalien ein anderes Volk seinen frei- 
lich minder grossartigen und glänzenden Höhepunkt bereits hinter sich, 
Hemlich das noch in vieler Beziehung und namentlich in seinen Sprach- 
Clenkmälern räthselhafte Volk der Etrusker. Die ältere römische Tradi- 
tion lässt noch dessen in politischer Hinsieht wie in anderen Dingen 
nicht geringe Bedeutung ahnen; je mehr aber Rom in Aufnahme, desto 
mehr kam das Etruskerthum ins Sinken, und um die Zeit des pelopon- 
nesischen Krieges erscheint Etrurien nur mehr als Schattenbild seiner 
vorigen im grössten Theile von Italien dominirenden Stellung. 
Mag nun dieses Volk mit dem urgriechischen verwandt sein oder 
durch Einwanderung von der hellenischen Westküste her nur mit spär- 
llChen griechisch-pelasgischen Elementen versetzt, jedenfalls zeigt die 
ältere Cultur dieses Volkes viel derjenigen jenseits des adriatischen Mee- 
res Verwandtes, wovon indess ein grosser Theil auf gemeinschaftlichen 
Orientalischen Import und auf die einheimische Nachbildung desselben, 
ein anderer aber auf den Umstand zurückzuführen ist, dass gewisse 
Primitive Culturleistungen unter gleichen materiellen Voraussetzungen 
Schon der Natur der Sache nach auch ohne allen Zusammenhang cinQ 
mehr oder weniger gleichartige Gestalt annehmen müssen.
        

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